Seengen
Einweihung: Das Dorf erhält neue familiäre Alterswohnungen

Am Samstag feierte das Casa Hubpünt sein offizielles Einweihungsfest.

Sibylle Haltiner (Text und Fotos)
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Vizeammann Thomas Lindenmann (links) übergibt Guido Reber, CEO der Sensato AG, ein Bild mit Ansichten von Seengen.

Vizeammann Thomas Lindenmann (links) übergibt Guido Reber, CEO der Sensato AG, ein Bild mit Ansichten von Seengen.

Sibylle Haltiner

«Mer flügä no lang ned mit de Nasa, vil zguet gfallts ois do i de Casa.» An einem Korkweidenzweig im Eingangsbereich der «Casa Hubpünt» hingen am Samstag farbige Herzen und Blumen aus Papier, auf welche die Bewohnerinnen und Bewohner Eindrücke und Erlebnisse aus ihrem Leben in den Alterswohnungen aufgeschrieben hatten. Sie berichteten vom Coiffeurbesuch, dem Essen im Restaurant oder dem Gedächtnistraining. Bereits Anfang Oktober wurde die «Casa Hubpünt» mit ihren 26 Pflegezimmern und 40 Wohnungen eröffnet, am Samstag fand nun das Einweihungsfest statt.

Das Restaurant ist beliebt

Musik stand auf dem Programm: Ein Schwyzerörgeli-Ensemble trat auf und die Musikgesellschaft Seengen spielte ein Ständchen. Kinder durften Lebkuchenherzen verzieren, Erwachsene sich den Defibrillator und die Dienstleistungen einer Podologin erklären lassen. Über Mittag konnten sich die Besucher an einem Salatbuffet und beim Grillstand verpflegen. Überhaupt ist das Restaurant Hubpünt, das öffentlich ist, bereits weitherum bekannt, denn die Betreiberin Sensato AG legt grossen Wert auf die Gastronomie. «Beliebt ist neben dem Mittagsmenü vor allem die Patisserie», erklärte Udo Minneker, Verwaltungsratspräsident der Seniorenzentrum Hubpünt AG, Eigentümerin der «Casa Hubpünt». «Viele Leute aus dem Dorf kommen auf einen Kaffee her oder treffen sich hier zu ihrem regelmässigen Höck.»

Die Musikgesellschaft Seengen spielt für die Besucher.

Die Musikgesellschaft Seengen spielt für die Besucher.

Sibylle Haltiner

Die «Casa Hubpünt» möchte nicht ein Heim sein, sondern ein «Daheim». Davon konnten sich die zahlreichen Besucher des Einweihungsfestes überzeugen. Ein fröhliches Farbkonzept mit viel frischem Hellgrün, luftige Räume mit angenehmem Tageslicht und Kunst an den Wänden tragen dazu bei. Auf der Pflegeabteilung wird der Abfall vakuumiert, was nicht nur Kehrichtgebühren spart, sondern auch den typischen «Heimgeruch» verhindert. Wie zu Hause fühlen können sich auch Raucher: Sie werden nicht nach draussen verbannt, sondern dürfen ihrem Laster in einem Fumoir frönen. Für Weinliebhaber beherbergt das «Wyfänschter» eine grosse Auswahl edler Tropfen.

Zimmer mit eigenem Sitzplatz

Manfred Schmid, Leiter Pflege und Betreuung, führte die Besucher durch die Pflegeabteilung. Dorf fiel unter anderem die Pflegebadewanne auf, zu welcher ein problemloser Einstieg durch eine Türe möglich ist. Ansprechend auch die Sitzplätze, die von jedem Zimmer aus schwellenlos zu erreichen sind. Die Zweieinhalb- und Dreieinhalbzimmer-Wohnungen befinden sich im ersten und zweiten Stock, alle sind auf den Aussenseiten des Gebäudes angeordnet. Durch zwei Innenhöfe sind auch die Gänge und Wirtschaftsräume natürlich beleuchtet. «Das viele Licht hebt das Wohlbefinden der Bewohner», erklärte der Architekt Jürg Erdin. «Sie sehen die Sonne und den Regen. Eine weitere grosse Qualität der Anlage ist, dass sie mitten im Dorf liegt. Auch Bewohner, die nicht mehr so mobil sind, können am Leben teilnehmen.»

Manfred Schmid zeigt eine moderne Pflegebadewanne.

Manfred Schmid zeigt eine moderne Pflegebadewanne.

Sibylle Haltiner

Vizeammann Thomas Lindenmann übergab am Samstag ein Bild mit Ansichten von Seengen an Guido Reber, CEO der Sensato AG, welche insgesamt sechs Alterswohnanlagen, darunter die «Casa Hubpünt», betreibt. «Hier geht es extrem familiär zu und her», schwärmte Reber. «Viele Mitarbeitende, Bewohner und Besucher kennen sich von früher. Das Haus ist im Dorf bereits so gut integriert, dass viele das Gefühl haben, es sei schon lange da.»