Möriken Wildegg
Einwasserungsstelle: Velofahrer dürfen Armee-Gelände überqueren

Das VBS entschied, die Einwasserungsstelle für die Überquerung der Aare bei Wildegg 100m flussabwärts zu verschieben. Dies ist für Velofahrer und Fussgänger eine Verschlechterung. Nun wurde eine direkte Zufahrt zum Mühlekanal-Brüggli bewilligt.

Pascal Meier
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Die Volltruppenübung «Ponte» von Anfang September war die letzte an der alten Einwasserungsstelle.

Die Volltruppenübung «Ponte» von Anfang September war die letzte an der alten Einwasserungsstelle.

Archiv/Jiri Reiner

Die Überquerung der Aare bei Wildegg war ein Höhepunkt der Volltruppenübung «Ponte» des Panzerbataillons 13 mit 2500 Mann und 460 Fahrzeugen von Anfang September. Vertreter von Politik und Militär sowie viele Schaulustige verfolgten mit, wie Pontoniere bei der Einwasserungsstelle unterhalb der ARA Langmatt die Schwimmbrücke errichteten. Letztmals war hier 2006 ein Panzerbataillon übergesetzt worden.

Die jüngste Übersetzung war gleichzeitig eine der letzten. Die Armee gibt die Einwasserungsstelle auf, weil der Aabach nebenan ständig Schlick und Sand in die Aare schwemmt, der immer wieder ausgebaggert werden muss. Das dauert drei bis vier Monate. Deshalb entschied das VBS, die Einwasserungsstelle 100 Meter flussabwärts zu verschieben.

Baustart frühestens im Mai 2015

Gegen das Baugesuch ging jedoch Anfang Jahr eine Einwendung ein. Der Auensteiner EVP-Grossrat Sämi Richner stört sich nicht grundsätzlich an der neuen Einwasserungsstelle, befürchtet aber eine Verschlechterung für Fussgänger und Velofahrer an neuen Ort.

Konkret bemängelt Richner, dass die Zufahrtsstrasse zur Einwasserungsstelle vom Velo- und Fussweg getrennt werden soll und der Weg deshalb nur noch 2 Meter breit und damit zu schmal sei. Dies sei vor allem in einer Kurve gefährlich, weil der Weg von beiden Richtungen benutzt wird.

Zudem kritisiert Sämi Richner, dass Velofahrer wegen der Einwasserungsstelle einen Umweg fahren müssen, um zur Brücke über den Mühlekanal zu gelangen. Richners Gegenvorschlag: Die Velofahrer sollen grundsätzlich über das Gelände der Einwasserungsstelle zur Brücke fahren können und nur dann den Umweg nehmen müssen, wenn das Militär vor Ort ist und den Durchgang sperrt.

Einwendung zurückgezogen

Das VBS hat nun die Pläne überarbeitet und die Änderungsvorschläge von Sämi Richner übernommen. Der Velo- und Fussweg wird auf 2,60 Meter verbreitert sowie eine direkte Zufahrt zum Brüggli ermöglicht, wie aus den überarbeiteten Unterlagen hervorgeht. Für Richner hat sich der Fall damit erledigt, wie er auf Anfrage der az sagte. Er hat die Einwendung zurückgezogen.

Wann die Armee mit den Bauarbeiten beginnt, ist noch nicht definitiv klar. Zuerst muss laut VBS die definitive Baubewilligung vorliegen. Man hoffe, dass dies in diesem Jahr geschieht. «Dann ist ein Baubeginn ab Mai 2015 denkbar», so ein VBS-Sprecher.