Die Hendschiker scheuen keine Grossanlässe. Und mit dem regelmässig stattfindenden Beachvolleyball-Turnier beweisen sie immer wieder, dass sie Veranstaltungen derartigen Ausmasses auch stemmen können.

Nun steht mit dem gemeinsamen Turnfest der Kreise Lenzburg und Freiamt der nächste Mega-Event an: Eröffnet wird er am Freitag, 20. Juni, und anschliessend folgen am 21./22. und 28./29. Juni zwei reich befrachtete Wettkampfwochenenden.

Das OK rechnet mit rund 8000 Festbesuchern – Aktiven und Zuschauern. Das ist ein Mehrfaches der Hendschiker Bevölkerung. Und alle wollen verpflegt und untergebracht werden.

Die 4000 Turnerinnen und Turner erwarten perfekt organisierte Wettkämpfe und auch das Rahmenprogramm soll etwas bieten. Eine grosse Herausforderung, welcher sich die turnenden Vereine aus Hendschiken (Turnverein, Damenriege, Frauen- und Männerriege) da stellen.

Fast doppelte Teilnehmerzahl

«Es war eine Bieridee, das Kreisturnfest in Hendschiken durchzuführen», erzählt Christoph Gehrig. Er muss sich zurzeit um vieles kümmern, denn er ist der Präsident des 12-köpfigen Organisationskomitees.

Das kam so: Am Kreisturnfest in Staffelbach vor vier Jahren dachten sich ein paar Hendschiker, dass auch in ihrem, etwa gleich grossen Dorf ein solcher Anlass möglich sein sollte. 17 OK-Sitzungen später können die Organisatoren auf viele gemeisterte Herausforderungen zurückblicken. Die grösste Überraschung: Statt der erwarteten 2500 Teilnehmer kommen 4000.

Aus elf Kantonen werden Gastvereine antreten. Zusätzliche Anmeldungen verschaffte der Wettkampf «Fachtest Korbball», der nur an wenigen Turnfesten angeboten wird. Und ebenso auch die Tatsache, dass die Kreise Aarau, Kulm und Zofingen mangels Organisator kein eigenes Kreisturnfest ausrichten können. Kurzfristig mussten mehr Wettkampfanlagen organisiert werden.

«Doch wir können auf eine grosse Unterstützung der Landbesitzer und eine gute Akzeptanz im Dorf zählen», berichtet Gehrig zufrieden. «Obwohl das Kreisturnfest ein Grossanlass ist, soll es einen familiären Rahmen haben und auch ein Dorffest sein.»

Tatsächlich steht ein 8,5 Hektaren grosses Gelände mit den notwendigen Landflächen bereit für die Wettkämpfe. Die Wiese neben der Mehrzweckhalle liegt brach, ein paar Kinder spielen darauf, die Damenriege posiert für ein Foto. Weiter hinten ist sogar noch ein Stück brauner Ackerboden auszumachen. «Dort konnte der Landwirt im letzten Herbst nicht mehr ansäen», berichtet Christoph Gehrig. «Das hat mir lange Zeit Kummer bereitet. Doch dank des guten Wetters konnte das Feld nun programmgemäss vorbereitet werden.»

Es fehlen noch Helfer

Natürlich hoffen die Organisatoren auf gutes Wetter. Doch für alle Fälle wird ein grosses Lager an Holzschnitzeln zur Verfügung stehen. Das Schlechtwetterprogramm ist ebenso organisiert wie die Security und der Rettungsdienst – in der Hoffnung, dass möglichst wenig davon zum Einsatz kommen.

Das grösste Kopfzerbrechen bereiten zurzeit die Helfer. Rund 200 fehlen noch und Gehrig hofft, dass in den nächsten Wochen viele Vereine und Einzelpersonen ihre Unterstützung zusagen. Eine Anmeldung ist direkt via Internet möglich. Und dort findet man den Aufruf: «Kein Fest ohne Helfer – wir brauchen dich.»