Ein Teil der frei werdenden Schulzimmer soll der Primarschule zur Verfügung gestellt werden. Momentan klärt die Firma Metron Raumentwicklung zusammen mit der Arbeitsgruppe Schulentwicklung ab, welche Infrastruktur in Zukunft noch benötigt wird und wie hoch der Sanierungsbedarf ist.

Es ist bereits klar, dass nicht alle Räume für den Unterricht benötigt werden – eine mögliche neue Nutzung wäre ein heilpädagogisches Zentrum. Die Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten des Kantons hätten sehr grosses Interesse an der Nutzung der Räume bekundet, schreibt der Gemeinderat Othmarsingen. Er legt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern einen Projektierungskredit von 180000 Franken vor: Die Abklärungen sollen zeigen, welche Umbau- und Anbaumassnahmen dazu notwendig sind. Gleichzeitig soll ermittelt werden, wie das Grüne Schulhaus aus dem Jahr 1973 saniert werden könnte.

Ab dem Schuljahr 2013/14 soll ein Teil, ab dem Schuljahr 2014/15 alle Oberstufenschüler den Unterricht in Lenzburg besuchen. Der Vertrag, der die Bestimmungen regelt, müssen die Stimmbürger ebenfalls absegnen.

Kosten steigen – Steuern bleiben

Der Voranschlag, den der Gemeinderat Othmarsingen den Stimmbürgern am Freitag vorlegt, beruht auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 112 Prozent. Ab 2013 erhält die Gemeinde keine Beiträge mehr aus dem Finanzausgleich. Einerseits sei der Wegfall der Ausgleichszahlungen die logische Konsequenz einer positiven Entwicklung. Andererseits wäre der Gemeinderat angesichts steiger Kosten froh um einen Zustupf aus der Ausgleichskasse: Es seien einige 100000 Franken pro Jahr, die nun wegfallen würden.

Steigende Kosten würden auch die Planung jedes Jahr erschweren. So hätten sich die Restkosten für Sonderschulung, Heime und Werkstätten innert zehn Jahren mehr als verfünffacht. Bei der Spitalfinanzierung sieht es nicht viel anders aus: Für das kommende Jahr rechnet der Gemeinderat mit Kosten von 400000 Franken, was einer Verdoppelung innert zwei Jahren entspricht.

Feuerwehr braucht neues Fahrzeug

Die regionale Feuerwehr Maiengrün benötigt neues Material. Zwei Fahrzeuge, drei Pumpen und vier Anhänger sollen ersetzt werden durch ein Fahrzeug, vier Pumpen und einen Anhänger. Mit dem neuen Material würde die Einsatzplanung vereinfacht werden. Die Kosten belaufen sich auf 718000 Franken. Die Gemeindeversammlung muss diesem Bruttoinvestitionskredit zustimmen, obwohl sich die Kosten auf die drei Verbandsgemeinden Othmarsingen, Hendschiken und Brunegg aufteilen. Nach Subvention wird auf Othmarsingen lediglich ein Betrag von 264600 Franken entfallen.

Weiter wird die Gemeinde über die Fusion der Zivilschutzorganisationen befinden. Geplant ist ein Verbund von zwölf Gemeinden. Bis jetzt gab es die vier Zivilschutzorganisationen Lotten, Lenzburg, Maiengrün und Wohlen. Neu soll es nur noch die beiden Regionen Lenzburg und Wohlen geben, Othmarsingen soll zum Kreis Lenzburg gehören.

Neuer Verband löst Repla ab

Der neue Verband Lebensraum Lenzburg Seetal will den regionalen Lebens- und Wirtschaftsraum stärken. Wenn eine Mehrheit der Herbst Gemeindeversammlungen der Region der Gründung zustimmt, wird er den Regionalplanungsverband Lenzburg-Seetal (Repla) ablösen (siehe Kasten).

Die Themen seien komplexer geworden und könnten nicht mehr nur durch die Repla abgedeckt werden, schreibt der Gemeinderat. So soll beispielsweise eine gemeinsame Verkehrsplanung oder die Zusammenarbeit bei ambulanten und stationären Pflegeangeboten möglich sein. Gegenüber dem Kanton verspricht man sich einen grösseren Einfluss.