Volleyball, 1. Liga

«Einfach irgendwie überleben»: Dynamo SeeWy kämpft um Ligaerhalt

Philipp Joller (Trainer) und Adriana Pepe (Captain) des 1.-Liga-Volleyball-Frauenteams von Dynamo SeeWy.

Philipp Joller (Trainer) und Adriana Pepe (Captain) des 1.-Liga-Volleyball-Frauenteams von Dynamo SeeWy.

Das 1.-Liga-Frauenteam von Dynamo SeeWy hat nach dem verpassten Aufstieg im Vorjahr mit vielen Abgängen und Verletzungen zu kämpfen. Am Samstag startet das Team in die entscheidende Phase der Meisterschaft.

Die Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs nach den Festtagen ist für die 1.-Liga-Volleyballerinnen von Dynamo SeeWy ein Neustart. Quasi der zweite in dieser Saison. Bereits in der Sommerpause wurde das Kader der ersten Mannschaft gehörig durchgeschüttelt. Nur gerade drei Spielerinnen, die bereits in der letzten Saison für SeeWy aufgelaufen waren, hielten dem Team die Treue.

«Nach dem wir den Aufstieg in die Nationalliga B letzte Saison ganz knapp verpasst hatten, haben viele Spielerinnen den Verein verlassen. Einige, weil sie in einer höheren Liga spielen wollten, andere aus beruflichen Gründen oder wegen Auslandaufenthalten», sagt Adriana Pepe, seit diesem Jahr Captain des Teams und seit sieben Jahren Spielerin bei Dynamo SeeWy.

Russinnen als «tolle Erfahrung»

Den Weggang von acht Spielerinnen zu kompensieren, war alles andere als eine einfache Aufgabe für das Team um Trainer Philipp Joller. Entsprechend durchzogen verlief der Start in die Meisterschaft. In den ersten drei Spielen verlor Dynamo SeeWy drei Mal. Nach elf gespielten Runden und fünf Siegen – vier davon mit Unterstützung der kurzfristigen Verstärkung von vier ehemaligen russischen Topspielerinnen, die während knapp drei Wochen für Dynamo SeeWy spielten (az vom 13. November 2015) – liegt die Mannschaft auf dem siebten Tabellenrang. In Tuchfühlung mit Rang 4, aber auch nur mit geringem Vorsprung auf die Barrage- und Abstiegsplätze.

«Wir waren sehr froh, dass wir im November auf die ehemaligen russischen Spitzenspielerinnen zählen konnten, denn wir hatten aufgrund der vielen Verletzungen ein sehr dünnes Kader und konnten teilweise nur zu sechst antreten», so Trainer Philipp Joller. «Zudem war es für meine Spielerinnen und auch für mich eine tolle Erfahrung, mit diesen Athletinnen zu trainieren und zu spielen.»

Ziel ist der Ligaerhalt

Obwohl die vier Russinnen in der Zwischenzeit längst wieder in ihrer Heimat weilen, haben sich die Personalprobleme von Dynamo SeeWy über die Festtage etwas entspannt. «Wir sind jetzt in den Trainings endlich wieder genügend Leute und können auch taktische Elemente trainieren», freut sich Joller. «Dadurch steigt die Motivation im Team. Das ist wie ein zweiter Saisonstart für uns.»

Und diesen neuen Schwung will Dynamo SeeWy denn auch gleich in die erste Meisterschaftspartie im neuen Jahr gegen Sm’Aesch Pfeffingen II (diesen Samstag um 16 Uhr, Sporthalle Seengen) mitnehmen. «Wir gehen ohne Druck in diese Partie, denn bei Pfeffingen weiss man nie, wie stark sie auflaufen. Sie haben stets die Option, die eine oder andere Spielerin aus ihrem Nationalliga-A-Team einzusetzen», sagt Pepe.

Die wirklich wichtigen Spiele im Kampf gegen den Abstieg folgen erst nach dem Duell gegen Pfeffingen. «Dann geht es für uns darum, einfach irgendwie zu überleben und den Ligaerhalt zu schaffen», so Joller.

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