Seengen
Eine Viertelstelle für die Jugendarbeit

Die Jugendarbeit sprengt inzwischen die Kapazität der Freiwilligen. Die Gmeind vom nächsten Freitag soll deshalb eine 25-Prozent-Stelle bewilligen.

Fritz Thut
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Ein etabliertes Angebot: Die Jugendarbeit in Seengen hat die "offene Turnhalle" lanciert.

Ein etabliertes Angebot: Die Jugendarbeit in Seengen hat die "offene Turnhalle" lanciert.

Die im Jahr 2012 eingesetzte Jugendkommission stellte dem Seenger Gemeinderat den Antrag, eine Viertelstelle für die professionelle Jugendarbeit in der Gemeinde zu schaffen. Die Dorfexekutive pflichtete diesem Ansinnen bei und unterbreitet nun der Gemeindeversammlung vom nächsten Freitag einen entsprechenden Antrag. Dies dreieinhalb Jahre, nachdem der Antrag auf die Schaffung einer Stelle für einen Jugend-, Sport- und Kulturbeauftragten vom Souverän abgelehnt worden war.

Beliebter Jugendtreff

Um ein Vakuum verhindern, beschloss der Gemeinderat damals eine projektbezogene Jugendarbeit, «mit externer professioneller Unterstützung». Dieser Versuch wurde auf drei Jahre angesetzt und beinhaltete in erster Linie die Fortführung des regelmässigen Jugendtreffs. Diese Einrichtung sei «bei den Jugendlichen beliebt», wie der Gemeinderat in seiner Vorlage schreibt.

Nach der Loslösung von der Kirchgemeinde als Hauptträger wurde der Treff von der Betriebskommission organisiert, von der Jugendkommission und einem Elternrat beaufsichtigt und überwacht. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass die Belastung dieser Freiwilligen zu gross wird. Mithilfe der Projektunterstützung wurden zusätzliche Angebote wie Saison-Partys und die offene Turnhalle lanciert.

Mit der Etablierung einer professionellen Jugendarbeit soll die offene Jugendarbeit, die stets ein offenes Ohr für entsprechende Anliegen hat, «Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Selbstständigkeit begleiten». Gemäss den Vorgaben bringe diese Stelle «für alle Beteiligten Vorteile». Die Kosten belaufen sich auf rund 30 000 Franken pro Jahr.

Trottoir an der Egliswilerstrasse

Eine einmalige Investition von 508 000 Franken bringt nicht nur Vorteile für zahlreiche Schüler. Mit diesem Gemeindeanteil an die Schliessung der Trottoirlücke entlang der Egliswilerstrasse zwischen Kreuzplatz und Bushaltestelle Feldgarage gibt es für viele Kinder einen sichereren Schulweg. Aus dem Oberdorf müssen Fussgänger die Kantonsstrasse nicht mehr im Bereich der Kreuzung überqueren, sondern erreichen durch eine Galerie im neuen «Bären» einen Zebrastreifen mit Mittelinsel auf Höhe des Schulpavillons.

Bei der Abfallentsorgung will der Gemeinderat künftig die Entsorgung von Sperrgut und Bauschutt gewichtsabhängig verrechnen. So fällt die Mitnahme am Strassenrand weg; man muss das Material in der Entsorgungsstation Gerbi abliefern.

Das Budget mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 80 Prozent sieht ein operatives Defizit von 153 000 Franken vor.