Ausstellung

Eine Plattform für Künstler in schwierigen Zeiten: «Lenzburg stellt aus»

Anja Voegeli in ihrem Atelier im Wisa-Gloria-Areal mit Bild, das den Ausstellungsflyer ziert.

Anja Voegeli in ihrem Atelier im Wisa-Gloria-Areal mit Bild, das den Ausstellungsflyer ziert.

Mit «Lenzburg stellt aus» legt die Kulturkommission eine vergessen gegangene Tradition in der Vorweihnachtszeit neu auf.

In Anja Voegelis Malatelier im Wisa-Gloria-Areal in Lenzburg baumelt ein hölzerner Gigampfi-Schwan von der Decke. In diesen Gebäuden wurde er einst gefertigt, jetzt ist er Sujet für Voegelis Werk «Reise nach Tripiti», das auf dem Flyer der Weihnachtsausstellung «Lenzburg stellt aus» zu sehen ist.

Wahrscheinlich noch nie haben so viele Lenzburger Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung ihre Werke gezeigt. «Ich denke, in diesem Umfang ist es eine Premiere», bestätigt Silvia Voegeli von der Kulturkommission. Zum Glück ist der Ausstellungsort, die Alte Bleiche, geräumig und verursachte den Organisatoren kaum Kopfzerbrechen, wie die geballte Kompetenz an lokalem Kunstschaffen ins Licht gerückt werden kann. Vor allem jetzt mit den coronabedingten Schutzmassnahmen.

Zwei Stockwerke stehen im Haus am Aabach zur Verfügung. Vom 5. bis am 20. Dezember zeigen 25 Künstlerinnen und Künstler ihr schöpferisches Schaffen in Form von Bildern, Scherenschnitten, Installationen, Skulpturen und Objekten. Die Namen der Ausstellenden sind ein Spiegelbild der lokalen Kunstszene: Franziska Aschwanden, Urs Becker, Mariella Casella, Brigitte Freudiger, Hermann Bob Gelzer, Cosimo Gritsch, Nesa Gschwend, Irma Hediger, Fritz Huser, Sibylle Keller, Béatrice Koncilja-Sartorius, Beat Leuenberger, Alain Mieg, Beat Müller, Erika Müller, Arlette Ochsner, Christoph Salm, Ueli Schneider, Ursula Schneider, Heidy Schönenberger, Olivier Vermeulen, Anja Voegeli, Roger Weber, Edith Wiedemeier und Trudi Zuber.

Künstlern in schwieriger Zeit eine Plattform bieten

Mit «Lenzburg stellt aus» nimmt die Kulturkommission eine Tradition wieder auf, die zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten ist. «Viele Neuzuzüger haben sicher kaum eine Vorstellung von der reichen Kulturszene der Stadt», führt Voegeli weitere Gründe für die Organisation der Ausstellung an. Zudem wolle die Kulturkommission den von der Pandemie arg gebeutelten Künstlern eine Plattform geben, um ihre Werke zu zeigen und zu verkaufen. Das sei der Kommission ein besonderes Anliegen, sagt Voegeli und betont: «Wir machen eine Verkaufsausstellung. Der Erlös der verkauften Werke geht vollumfänglich an die Künstler.»

Eine Vernissage gibt es nicht. Die Ausstellung eröffnet am Sonntag, 5. Dezember, ab 17 Uhr mit musikalischer Begleitung von Julia und Silvan Sterki. Die genauen Ausstellungsdaten und Öffnungszeiten sind auf der Website der Stadt Lenzburg aufgeschaltet. Ein Schutzkonzept ist vorhanden, eine Anmeldung nicht nötig. «Es dürfen sich jedoch maximal 50 Personen in der Ausstellung aufhalten», sagt Silvia Voegeli.

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