Rupperswil

Eine Gemeinde, die ihren Haushalt im Griff hat

Rupperswil hat seine Finanzen im Griff. (Symbolbild)

Rupperswil hat seine Finanzen im Griff. (Symbolbild)

Der Gemeindeammann von Rupperswil ist zufrieden, die Finanzen der Gemeinde sind derzeit im Lot – das Budget 2015 rechnet sogar mit einem Überschuss.

Gemeindeammann Ruedi Hediger blättert im blauen «Büechli» mit den Traktanden für die Gemeindeversammlung von morgen Abend, in welchem sich auch das Budget 2015 befindet. Grundsätzlich sei er zufrieden, sagt er. «Rupperswil hat die Finanzen im Griff.»

Die prognostizierten Zahlen geben ihm recht: Die Gemeinde sieht für 2015 schwarze Zahlen vor. Der Ertragsüberschuss beträgt 334 000 Franken. Das Budget basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 95 Prozent.

Verschiedene Faktoren

Die positiven Prognosen werden offenbar durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Einkommens- und Vermögenssteuern, die um 450 000 Franken auf 11,8 Millionen ansteigen. Hediger begründet die Mehreinnahmen unter anderem mit einer steigenden Bevölkerungszahl.

Man rechnet im kommenden Jahr mit 150 zusätzlichen Bewohnern. Der Steueretat sei zwar etwas höher angesetzt, trotzdem basiere er auf einer vorsichtigeren Kalkulation für das kommende Jahr, hält der Gemeindemann fest. Der Grund: Rupperswil hinkt in der laufenden Rechnung den budgetierten Steuerzahlen hinterher und will dies nun wieder korrigieren.

Ebenfalls positiv beeinflusst wird das Budget im Bereich Bildung. Sinkende Schülerzahlen an der Oberstufe bringen Anpassungen bei den Schulgeldern und den Gemeindebeiträgen an die Lehrerlöhne. Zudem führen die geburtenschwachen Jahrgänge zu geringeren Wohnortsbeiträgen. Die Einsparungen betragen rund 400 000 Franken.

Hingegen wird Rupperswil bei der sozialen Sicherheit über 200 000 Franken investieren, gut die Hälfte davon fliesst in das Projekt «Gotowork». Zwar müsse hier in einem ersten Schritt Geld aufgewendet werden, um ausgesteuerte Personen und Bezügern von Sozialhilfe bei der Suche nach einer Tätigkeit zu unterstützen. Doch habe man damit sehr gute Erfahrungen gemacht, bereits fanden einige Personen dank professioneller Hilfe den Weg zurück ins Erwerbsleben, freut sich Ruedi Hediger.

Die Investitionsrechnung wird im kommenden Jahr netto mit rund 2,6 Millionen Franken belastet. Das Gros der Ausgaben fliesst in die Sanierung und Projektierung von Schulraum.

Aufwertung ins Eigenkapital

Im Etat für das kommende Jahr fällt die Veränderung der Position «Eigenkapital» auf. Diese steigt auf einen Schlag um 32 Millionen auf 35,3 Millionen Franken. Die kantonalen Richtlinien lassen es den Gemeinden frei, den im neuen Rechnungsmodell HRM2 entstandenen Aufwertungsüberschuss vorübergehend einer Reserve zuzuschreiben oder direkt ins Eigenkapital zu verbuchen. Rupperswil hat diese Lösung gewählt. Es sei der transparentere Weg, begründet Gemeindeammann Hediger den Schritt.

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