Seetal-Tourismus

«Ein Stück weiter, aber noch nicht am Ziel»

Marianne Wildi, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Hypothekarbank Lenzburg, und Seetaltourismus-Präsident René Bossard präsentieren den neuen Kalender mit Landschaftsaufnahmen aus dem Seetal.tf

Marianne Wildi, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Hypothekarbank Lenzburg, und Seetaltourismus-Präsident René Bossard präsentieren den neuen Kalender mit Landschaftsaufnahmen aus dem Seetal.tf

Der Verein Seetaltourismus zog an seiner 15. GV zufrieden Bilanz und präsentierte einen neuen «starken Partner».

«We are the World». Der Titel eines der zum Auftakt der 15. Generalversammlung des Vereins Seetaltourismus im Meisterschwander «Delphin» von Ramona Tschopp gesungenen Lieder mochte vielleicht ein wenig überheblich klingen, doch spiegelt es die Aufbruchstimmung, die bei den Freizeit- und Tourismusanbietern der Region herrscht, wider.

«Das Seetal ist erwacht!», lautet der erste Satz im Jahresbericht von Präsident René Bossard. Die in den letzten Jahren stets gesteigerte Aktivität setzte sich auch im jüngsten Berichtsjahr fort.

Gästekarte wird ausgebaut

Wie Fabienne Vollenweider, die Leiterin des Tourismusbüros am Lenzburger Kronenplatz, in ihrem Tätigkeitsbericht erwähnte, kam das Team mit den zahlreichen Auftritten an Messen und Ausstellungen zwar an Grenzen, strotzt aber angesichts ausgewiesener Erfolge weiter vor Ideen und Tatendrang.

Die dieses Jahr eingeführte Gästekarte soll 2011 mit weiteren Hotels und Anbietern aus der Parahotellerie sowie weiteren Angeboten für die Gäste, die pro Übernachtung einen zusätzlichen Franken berappen, fortgeführt werden. Im Premierenjahr lösten die Gäste bereits 700 Bons ein, allein 200 im Schloss Hallwyl.

Lob aus Aarau und Luzern

Auf der strategischen Ebene verfolgte der Vorstand gemäss Bossard drei Hauptstossrichtungen: noch aktiver und professioneller werden, den Verein breiter abstützen und die finanzielle Basis verbreitern. «Wir sind noch nicht am Ziel, aber überall sind wir ein Stück weiter gekommen», fasste der Präsident zusammen.

Seetaltourismus wirke immer mehr wie eine Klammer über die Kantonsgrenze hinweg. «Man vernetzt sich und koordiniert Bedürfnisse und Angebote, auch über das Tal hinaus», so Bossard, wobei dies nicht immer ganz einfach sei.

Dass aber die Arbeit von Seetaltourismus bei den übergeordneten Organisationen sehr geschätzt wird, zeigte sich im Anschluss an den offiziellen Versammlungsteil, als Andrea Lehner (Geschäftsführerin von Aargau Tourismus) und Marcel Perren (Direktor der Luzern Tourismus AG) in ihren Referaten viel lobende Worte für Seetaltourismus fanden.

Wichtige NRP-Projekte

Einen wichtigen Platz im Hinblick auf die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung nehmen bei Seetaltourismus die Projekte der Neuen Regional-Politik (NRP) ein. Hier konnten und können Gelder von Bund und Kanton generiert werden. Deshalb hat die Buchhaltung eine solche Dimension angenommen, dass sie nicht mehr im Ehrenamt, sondern von einem Treuhandbüro geführt werden muss.

Dies führt dazu, dass die Vereinsstatuten den realen Rahmenbedingungen nicht mehr entsprechen. Bossard stellte für 2011, im Anschluss an das NRP-Projekt «Stärkung der touristischen Strukturen im Seetal», eine Revision in Aussicht.

Nachdem im nächsten Jahr das erste NRP-Projekt «Seetal erlebnis genuss kultur» ausläuft, hat man bereits weitere Ideen: «Innovatives Schlafen im Seetal» will man als neues Thema lancieren.

Ein Bilderkalender mit der «Hypi»

Nachdem als Nachfolger von Manfred Siegrist neu Ueli Haller, der Geschäftsführer der Hallwilersee-Schifffahrtsgesellschaft, in den Vorstand gewählt worden war, war es Präsident René Bossard ein besonderes Vergnügen, mit der Hypothekarbank Lenzburg einen «neuen, starken Partner» präsentieren zu können.

Mit der «Hypi» hat man eine mehrjährige Partnerschaft besiegelt. «Viele Gemeinsamkeiten», unter anderem der Stolz auf die geografische Herkunft und Verankerung, hätten ihre Bank («welche denn sonst?») bewogen, Seetaltourismus zu unterstützen, begründete Marianne Wildi als Vorsitzende «Hypi»-Geschäftsleitung dieses Engagement.

Erstes äusseres Zeichen dieser neuen Partnerschaft ist die Lancierung eines Bilderkalenders fürs nächste Jahr mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen aus der Region. Das potenzielle Weihnachtsgeschenk, das 34 Franken kosten wird, kann vorerst beim Tourismusbüro in Lenzburg bestellt und später dort bezogen werden.

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