Niederlenz

Ein Satzzeichen für die Ohren

Warmes auf die Ohren: Die Kulturkommission freut sich auf das Programm.

Warmes auf die Ohren: Die Kulturkommission freut sich auf das Programm.

Das Frühlingsprogramm im Cholechäller Niederlenz soll ein Ohrenschmaus werden.

Etwas Warmes für die Ohren, das verspricht die Kulturkommission Niederlenz mit ihrem saisonalen Motto dem Publikum für das frische Frühlingsprogramm im Kulturlokal Cholechäller. Etwas Warmes, das meint in diesem Fall Boogie-Woogie im Weltrekordtempo. Das meint Naturjuuzer aus dem Muotatal. Das meint wortverspielten Witz und eine melancholische Einmannerzählung. Bereits an diesem Samstag ist der Tastenvirtuose Nico Brina im Cholechäller an der Hauptstrasse zu Gast. Der Boogie-Woogie-Pianist und Sänger hat sich mit 608 Einzelanschlägen in einer Minute einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde verdient. Er präsentiert Stücke aus seinem neuesten Album «Boogieful» und verwandelt auch bekannte Melodien aus der Schweiz zu rasanten Boogie-Nummern. «Nico Brina ist vor zwei Jahren ein erstes Mal im Cholechäller aufgetreten», blickt Kulturkommissionsmitglied Daniel Schneider zurück, «und er freut sich schon riesig auf seine Rückkehr nach Niederlenz».

Direkt ins volkstümliche Herz der Schweiz zielt der zweite musikalische Anlass des Frühlingsprogramms. Am 5. Mai treten die Juuzer-Gruppe «Natur pur» und die Schwyzerörgeli-Formation «Echo vom Schattenhalb» im Cholechäller auf. Sie präsentieren urchige und eigenwillige Kompositionen, welche die urtümliche Tradition des Muotatals zum klangvollen Leben erwecken. Der archaische Gesang des Naturjuuz wird das intime Kulturlokal mit Sicherheit in einzigartige Stimmung versetzen.

Ein Interrobang ist ein kurioses Satzzeichen, Frage- und Ausrufezeichen in einem, und markiert den ausrufenden Fragesatz. «InterroBang» ist aber auch der Name der beiden Spoken-Word-Akrobaten und Kabarettisten Manuel Diener und Valerio Moser, die 2015 zu den deutschsprachigen Champions im Team Poetry Slam gekürt wurden. Sie rufen am 24. Februar fragend aus: «Schweiz ist geil» und wollen wissen, ob die Schweiz mehr ist als «Idylle und Gülle in Hülle und Fülle».

Irrsinn des Alltags aufspüren

Sein neues Programm «Ke Witz!» zeigt am 24. März der Kabarettist, Kolumnist und Preisträger des «Salzburger Stiers» Bänz Friedli. Darin spürt er der Irrsinn des Alltags auf und stellt fest, «dass wir vor lauter zeitsparender Hilfsmittel immer mehr Zeit verlieren».

Ein regelmässiger Gast im Cholechäller ist der Niederlenzer Schauspieler und Theaterpädagoge Jörg Bohn, der jeweils zum Jahresende eine Weihnachtsgeschichte für das junge Publikum präsentiert. Am 18. März nun verwandelt er sich in den Schulhausabwart Bruno, der bei der Arbeit einen sprechenden Stoffhasen findet. «Wie immer wird Jörg Bohn sein Stück vor einem Bühnenbild inszenieren, das mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde», sagt Kulturkommissionsmitglied Sibilla Scognamiglio.

Den Abschluss des Frühlingsprogramms macht am 26. Mai der Schauspieler Matthias Peter mit seinem Einmannstück von Herman Melvilles Erzählung «Bartleby der Schreiber», die mit ihrem weltberühmten Satz «Ich möchte lieber nicht» zum Inbegriff geschäftiger und geschäftlicher Verweigerung wurde.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1