Hallwilersee
Ein Sämiger Risotto für die Schwanen-Freunde

Generalversammlung der Schwanenkolonie auf der «Brestenberg» und der «Seetal». Auf dem Hallwilersee wurden heuer neun Nester gebaut, 7wurden mit Eiern belegt. Im Vergleich zum 2011 heisst dies, dass mehr Nester gebaut und mehr Eier gelegt wurden.

Margrit Rüetschi
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Beim «Hallwil» in Beinwil am See erhielten die Mitglieder der Schwanenkolonie Hallwilersee Risotto.

Beim «Hallwil» in Beinwil am See erhielten die Mitglieder der Schwanenkolonie Hallwilersee Risotto.

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Schwäne haben natürliche Feinde wie Milane oder Krähen – aber auch Fischersilk kann ihnen das Leben kosten. Dass auch ein Schiff für sie gefährlich werden könnte, schwant den zahmen Tieren anscheinend nicht.

An der Generalversammlung der Schwanenkolonie Hallwilersee jedenfalls musste «Schwanenvater» Hans Häfeli ein zutrauliches Schwanenpaar richtig «fortscheuchen», damit es nicht zwischen die Schiffe geriet. Es dümpelte im Sonnenschein vor dem Schiffssteg in Beinwil am See. Gerade zu der Zeit, als die Schiffe «Brestenberg» und «Seetal» weitere Gäste für die jährliche Zusammenkunft aufnahmen.

Ob die Tiere wohl ahnten, dass sich alles um sie drehen würde? Wie dem auch sei: Tatsache ist, dass wiederum zahlreiche «Kolonialisten» den Weg ins Seetal gefunden haben um das neuste aus der Schwanenkolonie zu erfahren. Selbstverständlich freuten sich alle auf den später vom Hotel Hallwyl servierten, sämigen Risotto mit Poulet.

Bemalte Schwaneneier

Unter der Regie von Priska Kaufmann ging der geschäftliche Teil flüssig über die Bühne. Zum Dank für ihren Einsatz durfte die Präsidentin von Samuel Rüegger ein von ihm sorgfältig bemaltes Schwanenei in Empfang nehmen. Sujet, wie könnte es anders sein, war das farbenfrohe Signet der Schwanenkolonie.

Das Protokoll der letzten Generalversammlung und der Kassabericht wurden genehmigt. Dann setzte Hans Häfeli zu seinem Jahresbericht rund um die gefiederten Freunde auf dem Hallwilersee an. Wie ihm der Schnabel gewachsen sei, auf Mundart, wie er betonte.

Christine Glaus, die Leiterin der Surfschule am Hallwilersee, durfte vom «Schwanenvater» einen bunten Blumenstrauss in Empfang nehmen. Dies als Wiedergutmachung für einen für sie bestimmten, von einem Surfschüler gezogenen «Kindlistrauch», den ein Schwan rübisstrübis gefressen hatte. Sie nahm das Ganze sportlich und konnte über das vom Schwan verursachte Malheur schmunzeln.

Sieben Schwäne mehr als 2011

Auf dem Hallwilersee wurden heuer neun Nester gebaut, sieben wurden mit Eiern belegt. Im Vergleich zum Vorjahr heisst dies, dass wieder mehr Nester gebaut und mehr Eier gelegt wurden (42).

Nebst der Inspektionsfahrt vom 20. Mai waren vier Kontrollfahrten und acht Einsätze (Hilfeleistungen) nötig.

So auch bei den Schwanenfamilien in Aesch, Beinwil am See , Seengen und am Seezopf (Delphin). Die Tiere verwickelten sich mit Angelschnur und verletzten sich durch Angelhaken. Hans Häfeli appellierte an die Fischer, sich vermehrt auf die Fische zu konzentrieren und die Schwäne zu schonen.

Zum Zeitpunkt der Generalversammlung 2011 betrug der Schwanenbestand 41 Tiere. Am Donnerstagabend konnte Hans Häfeli einen Bestand von 48 Tieren vermelden.