Lenzburg
Ein Quartier entsteht: Auf dem Hero-Areal fahren die Bagger auf

Grundsteinlegung der ersten Etappe des neuen Quartiers «Im Lenz», wo bis 2015 149 Mio. investiert werden. Nachhaltigkeit wird dabei gross geschrieben: Die Siedlung «Im Lenz» erhält das 2000-Watt Zertifikat.

Fritz Thut
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Beteiligte, Behörden- und Bauherren-Vertreter versenkten gestern den Grundstein zum neuen Lenzburger Stadtteil «Im Lenz». Emanuel Freudiger

Beteiligte, Behörden- und Bauherren-Vertreter versenkten gestern den Grundstein zum neuen Lenzburger Stadtteil «Im Lenz». Emanuel Freudiger

EMANUEL PER FREUDIGER

Genug geredet, geplant und gezeichnet. Jetzt geht es los. In diesem Sinn begrüsste Benoît Demierre als Projektleiter der Totalunternehmerin Losinger Marazzi gestern Mittag zahlreiche Gäste zur Grundsteinlegung der ersten Etappe des neuen Lenzburger Stadtquartiers «Im Lenz».

Auf dem ehemaligen Hero-Areal beim Bahnhof soll in den nächsten Jahren ein «nachhaltiges und zukunftsweisendes Quartier» mit total rund 500 Wohnungen und 20 000 Quadratmetern Büro-, Gewerbe- und Verkaufsflächen entstehen.

In der ersten Etappe, die gestern lanciert wurde, werden mit 149 Millionen Franken aus der Bernischen Pensionskasse (BPK) fünf Gebäude erstellt. 166 Mietwohnungen, 10 600 Quadratmeter Gewerbefläche und ein von der Firma Seniocare betriebenes Seniorenzentrum mit 70 Pflegeplätzen und 43 betreuten Wohnungen werden in den nächsten rund zwei Jahren gebaut.

Dritte 2000-Watt-Siedlung

Der neue Lenzburger Stadtteil soll ein Zeichen der Nachhaltigkeit setzen. Gemäss Projektleiter Demierre ist sich seine Firma der «Verantwortung für die Zukunft» voll bewusst und setzt hier als Projektentwicklerin auf nachhaltigen Nutzen. Stolz konnte er verkünden, dass «Im Lenz» diese Woche als dritte Siedlung der Schweiz das 2000-Watt-Zertifikat erhalten hat. Die 2000-Watt-Gesellschaft setzt sich für effizienten Energieeinsatz ein.

BPK-Direktor Hansjürg Schwander begründete das ausserkantonale Engagement seiner Gesellschaft auch mit der «geografischen Diversifikation entlang der wirtschaftlich starken Achsen».

Integration als Herausforderung

Nachdem Beat Ammann als Seniocare-Geschäftsführer und damit erster «Ankermieter» das geplante Seniorenzentrum vorgestellt hatte, äusserte Stadtammann Daniel Mosimann einige Gedanken zum neuen Stadtteil. Er zog historische Parallelen zur Hero-Gründung: «Dieser Platz ist ein idealer Standort für visionäre Projekte und Wandel ist nichts Neues auf diesem Areal.»

Das Projekt «Im Lenz» bezeichnete der Stadtammann zwar als «Glücksfall», erhob jedoch – Richtung Alt-Lenzburg – den Mahnfinger: «Es wird eine grosse Herausforderung, den neuen Stadtteil zu integrieren. Dazu braucht es Anstrengungen auf beiden Seiten.»

Losinger-Marazzi-Baustellen sind strikt alkoholfrei und so wurde ohne Wein auf den «Startschuss zur Realisierungsphase» angestossen.

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