Meisterschwanden

Ein neuer Werkhof auf alter Deponie

So präsentiert sich der geplante neue Meisterschwander Werkhof, wenn man von Süden ins Dorf fährt.

So präsentiert sich der geplante neue Meisterschwander Werkhof, wenn man von Süden ins Dorf fährt.

Für den Neubau des Werkhofs gibt es Mehrkosten von 410000 Franken für eine Altlastensanierung. An einem Info-Abend kam das Projekt gut an.

Mit einem Werkhof-Neubau will Meisterschwanden seine Werkbetriebe an einem Ort konzentrieren. Nachdem der ursprünglich vorgesehene Standort im zentral gelegenen Gebiet Hüetli sich als «nicht geeignet» (so Gemeindepräsident Ueli Haller) erwiesen hat, soll der Neubau im periphereren Gebiet Basmätteli erstellt werden.

Die neue Lage ist in verschiedener Hinsicht exponiert. Direkt an der südlichen Dorfzufahrt gelegen bildet der Werkhof so etwa wie eine erste optische Visitenkarte des Dorfes. «An diesem Platz kann man nicht einfach eine Normhalle aufstellen», begründete Dieter Studer als zuständiger Gemeinderat gegenüber der az den zusätzlichen Aufwand, den die Gemeinde bei der Projektierung betrieben hat.

In einem offenen Wettbewerb hat man Planungsbüros eingeladen, Entwürfe einzureichen. Gegen nicht weniger als 51 Konkurrenzen hat sich schliesslich der Entwurf «Ensemble» des Architekturbüros Aeschlimann Hasler Partner durchgesetzt.

An einem Informationsabend stellte Thomas Hasler das Projekt, das neben den reinen, in drei Bereiche aufgeteilten Werkhofgebäuden eine Entsorgungsstation umfasst, vor. «Uns war vor allem die Massstäblichkeit wichtig», so der Architekt. Deshalb habe man die «grossen Volumen strukturiert». Die «kompakten Kuben» weisen hinterlüftete Holzfassaden auf.

Ehemalige Bauschuttdeponie

Auf dem künftigen Werkhof-Areal im «Basmätteli» befand sich früher eine Bauschuttdeponie. Gemäss Dieter Studer hat man den Grund untersucht und den Sanierungsbedarf ermittelt. Man habe sich für eine Lösung ohne Unterkellerung der Neubauten entschieden: Dieser minimale Altlasten-Aushub mit anschliessender Versiegelung kostet allein 410 000 Franken.

Eine Totaldekontamination bei einer Unterkellerung würde 1,7 Millionen Franken verschlingen. Das Projekt kommt auch bei der billigeren Variante auf total 4,5 Mio. zu stehen. Diese doch erkleckliche Summe war bei der Diskussion kein Thema. Vielmehr wurden Fragen über die Umgebungsgestaltung, den Betrieb der Entsorgungsstation und die Wahl der Holzsorte und des Heizungssystems gestellt.

Gemeindepräsident Haller bedankte sich für die zu prüfenden Inputs, verwies auf die Gemeindeversammlung vom 8. Juni, an der über den Baukredit entschied wird, und stellte – bei einem Ja des Souveräns – den Baustart für das nächste Jahr in Aussicht.

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Autor

Fritz Thut

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