«Wenn Sie den Roman lesen und denken: Ach, die Ärmsten! – dann erinnern Sie sich: ‹Es kommt alles gut›», betonte die Autorin gleich zu Beginn. Da in ihrem Roman vier Hauptpersonen vorkommen, gibt es in «Montagsmenschen» nicht nur ein Happy End, sondern deren vier. Den Vorwurf, ein Happy End sei nicht realistisch, räumte die Autorin aus: «Ich finde, das stimmt nicht, denn das Leben ist durchaus manchmal perfekt – nur geht es dann nachher leider weiter.»

Vier Schicksale

Bei ihrer Lesung stellte Milena Moser die vier Hauptpersonen mittels eines Textausschnitts vor. Einige zusätzliche Erläuterungen gab sie gleich selbst: «Ted. Der Name sagt Ihnen etwas: Es ist ein Mann», liess die Autorin wissen und brachte damit das Publikum zum Lachen. Mit einem Schmunzeln ging sie auch darauf ein, dass sie immer noch den Ruf der Männer hassenden Schriftstellerin habe, obwohl ihre Mordgeschichten schon mehr als zwanzig Jahre zurücklägen. «Ich kann Sie beruhigen: In diesem Buch überleben alle Männer.» Nebst Ted kommen im Buch drei Frauen vor: Nevada, eine Yogalehrerin, Marie, eine Ärztin, und Poppy.

Prototyp des Montagsmenschen

Mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht verriet die Autorin, dass sie immer wieder gefragt werde: «Aber Sie, Frau Moser, sind doch kein Montagsmensch?» Darauf antworte sie dann immer: «Ich bin der Prototyp.» Und sie zog eine Parallele zum Leben ihrer Figur Poppy: «Ich bin ein totaler Alltagsschussel.» Wie sie mit den Herausforderungen im Alltag umgeht, fügte sie gleich an: «Aus den täglichen Niederlagen wird durch das Aufschreiben eine Geschichte, etwas Positives.»

Mit ihrer Kolumne «Lob der Niederlage» liess die Autorin das Publikum an ihrem labyrinthartigen, manchmal verschlungenen Lebensweg teilhaben. Durch den ist sie erst zu dem geworden, was sie heute ist: Eine bekannte Schweizer Autorin.

Am Schluss signierte die Autorin Bücher, die auf einem Tisch zum Verkauf bereitlagen.

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