Staufen
Ein «Gewerberiegel» und 63 Wohnungen am Stadtrand

Unmittelbar beim LeShop-Drive stehen in Richtung Lenzburg Profilstangen für den Businesspark Zelgli – ein 40-Millionen-Projekt.

Fritz Thut
Drucken
Linus Schmid, Geschäftsführer der Reliag AG, auf dem Areal, wo der Businennpark Zelgli in Staufen entstehen soll.

Linus Schmid, Geschäftsführer der Reliag AG, auf dem Areal, wo der Businennpark Zelgli in Staufen entstehen soll.

Chris Iseli

Auf dem Areal zwischen LeShop-Drive, dem Abholmarkt der Migros an der Aarauerstrasse in Staufen und den ersten Lenzburger Liegenschaften stehen seit kurzem Profilstangen. Die Firma Reliag AG plant hier den «Businesspark Zelgli». Zum Vorhaben gehört entlang der Kantonsstrasse ein Gewerbebau mit einer Geschossfläche von fast 82 Aren und dahinter drei Mehrfamilienhäuser mit total 63 Wohnungen.

Die Reliag AG, die zur Knecht Brugg Holding gehört, hat die Gebäude von der ehemaligen E.G.O. Staufen übernommen. Die Produzentin von Schaltern für die Hausgeräteindustrie schloss im Februar 2010 ihren Betrieb. Als Grund wurde die weltwirtschaftliche Situation genannt.

Inzwischen wurde ein Grossteil der Liegenschaften wieder vermietet. Am bekanntesten ist der schweizweit zweite Drive-in-Abholmarkt, den der Grossverteiler Migros hier gut zugänglich zwischen zwei Autobahnanschlüssen installierte.

Zuerst Gewerbe, dann Wohnen

Mit den E.G.O.-Gebäuden hat die Reliag auch die danebenliegende Fläche bis an die Gemeindegrenze Staufen–Lenzburg übernommen. Dieses Areal, für das ein rechtskräftiger Gestaltungsplan vorliegt, soll nun überbaut werden. Vorgesehen ist eine gemischte Gewerbe-/Wohnnutzung, bei der auch auf die bestehende Hochspannungsleitung Rücksicht genommen werden musste. Auch zeitliche Priorität geniesst der «Gewerberiegel», wie Reliag-Geschäftsführer Linus Schmid den schlichten viergeschossigen Zweckbau entlang der Aarauerstrasse bezeichnet. Als Ergänzung sind zwei Untergeschosse mit total 106 Parkplätzen vorgesehen.

In einer zweiten Phasen sind dahinter 63 Mietwohnungen in drei Baukörpern vorgesehen. «Es sollen hier keine Luxuswohnungen entstehen, sondern Wohnungen mit zweckmässigen Grundrissen in Gehdistanz zum Bahnhof für den Mittelstand», umschreibt Schmid das Zielpublikum.

Die nun montierten Profilstangen zeigen die Dimension der Projektes. Laut der letzte Woche erfolgten Baueingabe liegt die gesamte Investitionssumme bei 40 Millionen Franken. Nach der baurechtlichen Vorprüfung erfolgt die öffentliche Auflage. «Wir hoffen natürlich auf eine möglichst baldige Baubewilligung», so Schmid: «Parallel sind wir auf der Suche nach Gewerbemietern, insbesondere einem Ankermieter, wobei auch die Möglichkeit des Verkaufs besteht.» Im Verkaufsprospekt rechnet man mit dem Baubeginn im Frühling/Sommer 2016 und dem Bezug im Sommer/Herbst 2017.

Aktuelle Nachrichten