Fahrwangen
Ein ehrwürdiger Abschied und ein herzlicher Empfang im Gärtnerhaus

Nach 17 Jahren und einem unermüdlichen Einsatz für psychisch kranke Menschen hat Benny Stutz die Leitung des Integrationszentrums und der Stiftung Gärtnerhaus in Fahrwangen an Markus Künz übergeben. Am Freitag wurde er im Restaurant Seetal verabschiedet und für seine Verdienste gewürdigt.

Markus Christen
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Der neue Stiftungsleiter Markus Künz mit Benny Stutz. Daneben stehen Katharina Heyer, Ehrenpräsidentin des Stiftungsrats, und Ernst Wiedemeier, Stiftungsratspräsident (v.l.).

Der neue Stiftungsleiter Markus Künz mit Benny Stutz. Daneben stehen Katharina Heyer, Ehrenpräsidentin des Stiftungsrats, und Ernst Wiedemeier, Stiftungsratspräsident (v.l.).

Markus Christen

Gleichzeitig wurde Markus Künz als neuer Stiftungsleiter den geladenen Gästen vorgestellt, darunter Vertreter des Gemeinderates Fahrwangen, verschiedene Fachärzte, das Kaderpersonal der Stiftung sowie der gesamte Stiftungsrat.

In ihrer Ansprache bei der Stabübergabe blickte Katharina Heyer, Ehrenpräsidentin des Stiftungsrates, auf die Geschichte des Gärtnerhauses zurück. Und diese ist entscheidend mit der Lebensgeschichte von Benny Stutz verknüpft: Nach einem schweren Entzug und einem Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik entstand bei Benny Stutz die Idee, die Betreuung von Abhängigen differenziert zu gestalten. Mit der Gründung der Stiftung Gärtnerhaus konnte in der Folge eine zu diesem Zwecke geeignete Liegenschaft in Meisterschwanden erstanden werden.

Inzwischen ist die Stiftung zum zweitgrössten Zentrum für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Kanton Aargau gewachsen. Das Gärtnerhaus entwickelte sich mit den Jahren zu einem Kleinunternehmen mit 45 Angestellten und rund 100 Klienten.

Der Betrieb in Fahrwangen, in dem die betreuten Personen arbeiten, umfasst das Restaurant Seetal, eine Schreinerei, eine Gärtnerei, einen Hausdienst und eine Wäscherei, das Atelier und den Blumenladen La vie en rose sowie die Gourmet Oase. «Ich hätte mit dieser Entwicklung nie gerechnet. Als wir angefangen haben, schwebte mir ein kleines Wohnheim für Abhängige vor», sagt Benny Stutz rückblickend.

Der neue Stiftungsleiter Markus Künz hat sich im Gärtnerhaus bereits eingelebt. «Ich wurde mit offenen Armen und vorbehaltlos empfangen. Ich durfte ein sehr kompetentes Team kennenlernen, das sich engagiert an Problemlösungsprozessen beteiligt», sagt der neue Leiter.

Markus Künz, in seiner Freizeit ein passionierter Taucher und Basssänger, ist ausgebildeter Psychiatrie-Krankenpfleger und studierte zusätzlich im Beruf Kunsttherapie. Des Weiteren absolvierte er eine Heimleiterausbildung sowie ein betriebswirtschaftliches Studium. Für ihn steht die Festigung der Prozessabläufe innerhalb der Stiftung im Zentrum. «Ich habe einen grossen Respekt vor der Arbeit von Benny Stutz und der Stiftung. Er übergibt mir eine intakte, harmonische und lebendige Organisation.» Doch auch den Blick in die Zukunft hat Markus Künz nicht vernachlässigt. «Wir müssen uns stetig entwickeln und an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen.»

Es sei, so Markus Künz, die wichtige Aufgabe des Gärtnerhauses im Austausch mit den Klienten zu lernen und sich zu entwickeln. «Die Integration in die Gesellschaft im Sinne des selbstständigen Wohnens, gestützt mit einem gesicherten Kontakt zu einer Bezugsperson, ist das realistische Ziel für unsere Klienten.»

Mit Markus Künz sind auch Matthias Lämmli als Leiter der Finanzen und Verena Gräfin von Schliefen als Teamleiterin Sozialpädagogik neu zum Team des Gärtnerhauses gestossen.

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