Dürrenäsch
Ein Dorffest als Treffpunkt für neuen Treffpunkt

Im Mittelpunkt des ersten «Dorffescht11»-Wochenendes standen zwei Einweihungen und ein grosser Markt. Dieser bot alles was das Herz begehrt. Nebst kulinarischen Leckereien auch allerlei für Handwerker und Hausfrauen.

Fritz Thut (Text und Fotos)
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Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort galt in Dürrenäsch übers Wochenende gleich mehrfach: Nicht nur konnte die Gemeinde Bauwerke mit langer Vorlaufzeit einweihen, sondern für die Beteiligten wurde die detaillierte Vorbereitung des «Dorffescht11» mit einem Grossaufmarsch von Besuchern belohnt.

Viele Vereine hatten für die total sechs Festtage keinen Aufwand gescheut, um ihre Ad-hoc-Beizli herzurichten. Raclette und Rösti (bei den Schützen und Jägern), Flammkuchen (im Kultur-Bistro), Älplermagronen (bei der Männerriege), Knusperli (im «Fischerhüsli»), Grilladen (bei der Musikgesellschaft), Desserts und Kuchen (bei den Landfrauen) und Drinks aller Art (in der Western-Bar der Turner) bildeten ein breites kulinarisches Angebot, von dem an den lauen Abenden von viel Festvolk Gebrauch gemacht wurde.

Viel Volk am Dorfmärt

Einen Grossaufmarsch konnte auch der kombinierte Hobby-, Handwerker-, Floh- und Dorfmärt auf der abgesperrten Hauptstrasse verzeichnen. Kupfer- und Korbwaren waren ebenso vertreten wie viel eigens Gebasteltes oder Gebackenes mit einem starken Bezug zum Dorf: Dürrenäscher Birnenbrot gab es etwa ebenso wie ein Memo-Spiel mit Dürrenäscher Bildern. Vereine und Organisationen hatten sich einiges einfallen lassen.

Parallel zum Marktgeschehen verwandelten (teilweise professionelle) Holzbildhauer Baumstammstücke in veritable Kunstwerke, die am frühen Nachmittag versteigert wurden.

Strasse und Überbauung

«Dürrenäsch fiiret» umfasste auch zwei offizielle Einweihungen. Am Freitag schilderten Gemeindeammann Hansjörg Hintermann und Kreisingenieur Heinz Vöckt kurz die lange Leidensgeschichte für den Ausbau von Teufenthalerstrasse und Dorfplatz. Im Jahre 1983 hatten die Stimmberechtigten die Planer, die ein «überrissenes Projekt» vorgelegt hatten, zurückgepfiffen. Gut 20 Jahre später gab das Volk beim neuerlichen Anlauf grünes Licht und bewilligte mehrere Millionen für Strassenausbau und die darunter liegenden Werkleitungen. «Heute sieht man nur noch den schönen Teerbelag», erinnerte Hintermann daran, dass hinter vielen Werken mehr steckt als das am Schluss Sichtbare.

Nicht ganz so lange dauerte die Realisierung der Überbauung auf dem früheren Fuchs-Areal mit seniorengerechten Wohnungen und dem neuen Restaurant Roter Leu. Hier gab es während der Bauzeit auch Rückschläge, etwa als eine überraschend aufgefundene Deponie zuerst als Sondermüll entsorgt werden musste. Doch die Sorgen sind vergessen, nun wurde das Werk offiziell einweiht: «Mit dem ‹Roten Leuen› haben wir nun einen neuen Treffpunkt für Jung und Alt», freute sich Ammann Hintermann.

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