Seengen

Ein Aargauer Bez-Standort soll im Seetal gestrichen werden

An fünf eckigen «runden Tischen» luden die Seenger Gemeinderäte, hier Dieter Gugelmann (links), gestern zu Neujahrsgesprächen. Fritz Thut

An fünf eckigen «runden Tischen» luden die Seenger Gemeinderäte, hier Dieter Gugelmann (links), gestern zu Neujahrsgesprächen. Fritz Thut

Brisante News aus dem Seetal: An den erstmaligen Neujahrsgesprächen in Seengen teilte Gemeinderätin Regula Hechler am Sonntag der Bevölkerung mit, dass der Kanton eine der drei Bezirksschulen im Seetal «in absehbarer Zeit» schliessen will.

Kaffee und Königskuchen gabs zur Begrüssung, «Brestenberger» und Speckbrot anschliessend zum Apéro. Dazwischen jedoch konnten sich die Seenger Bürger am Sonntagmorgen an den ersten Neujahrsgesprächen an fünf «runden Tischen», die allerdings eckig waren, mit den Mitgliedern des Gemeinderates ungezwungen Informationen austauschen.

Über 50 Personen nützten diese neuartige Dialogmöglichkeit und am Schluss zeigten sich die Anwesenden angetan vom Anlass und ermunterten den Gemeinderat, diesen Event zu einer Tradition – vorgesehen ist jeweils der erste Sonntag im Jahr – werden zu lassen.

Bei den Gesprächen an den einzelnen Tischen konnte Schulministerin Regula Hechler mit der politisch brisantesten Neuheit aufwarten: Bei einer Informationsveranstaltung im letzten Monat hat der Kanton den Verantwortlichen mitgeteilt, dass einer der drei Bezirksschulstandorte im Seetal (Fahrwangen, Seengen, Seon) in absehbarer Frist gestrichen werden soll. Natürlich will man in Seengen alles unternehmen, um auch nach der Umstellung auf das 6/3-Modell weiterhin Bez-Standort zu sein.

Die grossen Investitionen der letzten Jahre im Bildungssektor gehen nahtlos weiter, konnte man von Vizeammann Matthias Häusermann erfahren: 2,9 Millionen wird die Sanierung von Schulhaus Nummer 1 kosten und schon wartet am zeitlichen Horizont Schulhaus 3.

Machtlos beim «Brestenberg»

«Solange ein Investor fehlt, wird nichts passieren.» Bau-Gemeinderat Gianni Asquini musste bei den von verschiedener Seite geäusserten Frage zur Zukunft des ehemaligen Schlosshotels Brestenberg die Grenzen der Möglichkeiten einer Gemeinderegierung aufzeigen.

Die Gemeinde kann in vielen Bereichen nur den Rahmen vorgeben für andere Interessenten. Dies gilt etwa für die Ansiedlung von neuen Gewerbebetrieben oder bei Sanierungsabsichten, etwa beim ehemaligen Restaurant Bären.

Sicherheitspfosten vor der Post

Von einem konkreten Beispiel einer Gemeindeintervention konnte Verkehrsminister Dieter Gugelmann berichten. Es betrifft die neue Post, wo die Gemeinde in Absprache mit dem Kanton noch diesen Monat vor der Postfachanlage aus Sicherheitsgründen Pfosten zur Abgrenzung von der Kantonsstrasse setzen wird.

Auch der Bus gehört nicht aufs Trottoir. Gemäss Gugelmann findet am Montag eine Unterredung mit den RBL-Verantwortlichen statt.

Meistgesehen

Artboard 1