Lenzburg
Ehrgeiziger Fahrplan: Öko-Quartier «Im Lenz» soll bis 2018 fertig sein

Die erste Etappe des nachhaltigen Quartiers «Im Lenz» auf dem Ex-Hero-Areal ist im Gang. Für die zweite steht nun ein weiterer Investor fest. Arealentwicklerin Losinger Marazzi AG ist überzeugt, weitere Investoren für die nächsten Etappen zu finden.

Fritz Thut
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Visualisierung der Gebäude im Baufeld G2, «Im Hof».
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Das geplante «Im Lenz»-Quartier
«Im Lenz»: So wird das Quartier aussehen

Visualisierung der Gebäude im Baufeld G2, «Im Hof».

zvg

«Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.» Getreu diesem Sprichwort entsteht das neue Lenzburger Öko-Quartier «Im Lenz» gestaffelt. Der ehrgeizige Zeitplan sieht die Fertigstellung bis ins Jahr 2018 vor.

Nach der im Bau befindlichen ersten Etappe mit rund der Hälfte der vorgesehenen Gebäude, hat die Arealentwicklerin, die Losinger Marazzi AG, für einen Wohnkomplex der zweiten Etappe mit den Vaudoise-Versicherungen einen weiteren Investor gefunden.

Losinger Marazzi, die letzte Woche für «Im Lenz» das dritte «2000-Watt-Areal»-Zertifikat des Landes erhalten hat, ist überzeugt, für die letzten fünf Baufelder ebenfalls bald Geldgeber zu finden: «Ich bin auch für die weiteren Etappen sehr zuversichtlich», so Benoît Demierre, Niederlassungsleiter Basel der Losinger Marazzi AG, zur az.

Grosses Interesse von Investoren

Demierres Zuversicht basiert auf verschiedenen Faktoren. Die Tatsache, dass die Bernische Pensionskasse mit der ersten Etappe rund die Hälfte des gesamten Quartiers finanziert, wertet er als ebenso gutes Zeichen, wie das in verschiedenen Gesprächen signalisierte «grosse Interesse» weiterer möglicher Investoren.

«Alle sind vom Potenzial und dem zukunftsweisenden Charakter von ‹Im Lenz› begeistert», sagt Demierre. Nachdem man erst Ende 2012 am Markt aufgetreten sei, sei der aktuelle Verkaufsstand sehr erfreulich. Meldungen über ein Überangebot an Büroflächen im Grossraum Zürich haben auch hier Auswirkungen: «Für Wohnungen besteht ein grösseres Interesse», so Demierre.

Mit kombinierten Wohn-Büro-Angeboten wolle man das Risiko verteilen. Der angestrebte Nutzungs-Mix des ganzen neuen Stadtteils gehört zur Philosophie der Areal-Entwickler: «Wir wollen hier keine reine Schlafstadt, sondern einen lebendigen Stadtteil», ist eine von Benoît Demierres Vorgaben. Zur nachhaltigen Ausrichtung des Quartiers gehören bei Losinger Marazzi nicht nur energetische, technische und wirtschaftliche Aspekte, sondern auch soziale und gesellschaftliche Kriterien.

«Wir bleiben flexibel»

Dass mit der seit langem in Lenzburg ansässigen Bauknecht AG für das Bürogebäude «Im Fluss» (Baufeld C1) schon ein «Ankermieter» gefunden werden konnte, werten die Verantwortlichen als «gutes Zeichen» mit möglicher Signalwirkung.

Fünf Baufelder, darunter das Hochhaus an der Bahnhofecke (Baufeld A) sind noch zu vermarkten. Ob diese Gebiete mit der zweiten Etappe, die bislang erst die Mietwohnungen (im Gebiet G2) umfasst, oder zeitlich gestaffelt realisiert werden, ist noch offen: «Wir bleiben flexibel», so der Verantwortliche von Losinger Marazzi. Alle Bauten sollen bis Ende 2017 stehen, das ganze Quartier wird bis 2018 fertiggestellt sein.

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