Egliswil
Zweierlei Fusionen: Beim Bevölkerungsschutz und beim Forstwerkhof soll zusammengelegt werden

In Egliswil wird an der kommenden Gemeindeversammlung über eine bunte Mischung Geschäfte abgestimmt: Löhne des Gemeinderats, 20'000-Franken-Kredit für den Werkhof-Ausbau, Jahresrechnung 2020. Ausserdem muss der Bevölkerungsschutz neu organisiert werden.

Valérie Jost
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Mit dem Wald fast verwachsen: In Egliswil soll der Forstwerkhof ausgebaut werden.

Mit dem Wald fast verwachsen: In Egliswil soll der Forstwerkhof ausgebaut werden.

Sandra Ardizzone

Die Egliswilerinnen und Egliswiler haben an der anstehenden Gemeindeversammlung gleich über sechs Traktanden zu befinden. Neben dem Rechnungsabschluss 2020 und den Löhnen des Gemeinderates geht es am 28. Mai vor allem um den Bevölkerungsschutz.

Dies wegen der vom Regierungsrat beschlossenen «Konzeption Zivilschutz Kanton Aargau 2013». Die beiden Bevölkerungsschutz-Regionen Lenzburg und Seetal sollen per 1. Januar 2022 zu einer einzigen fusioniert werden. Die Kosten werden auf 14.57 Franken (Budget 2021: 15.35 Franken) pro Einwohnerin oder Einwohner geschätzt; neben Egliswil sind 23 weitere Gemeinden betroffen.

Die Einwohnergemeindeversammlung muss am 28. Mai ausserdem über die Löhne des Gemeinderats entscheiden. An diesen will die Gemeinde weitgehend festhalten, obwohl sie unter dem kantonalen Durchschnitt liegen. Dies «in Anbetracht der aktuellen Situation und der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde», wie der Gemeinderat schreibt. Beantragt sind 18'500 Franken für den Ammann, 14'000 Franken für den Vize und 12'000 Franken für die Mitglieder des Gemeinderats.

Zudem muss über die Rechnung 2020 befunden werden, die mit einem Ertragsüberschuss von 210’995 Franken abschliesst. Im Budget wurde mit einem Minus von 99’300 Franken gerechnet. Das positive Ergebnis liegt an geringeren Ausgaben (unter anderem –17'550 Franken bei der allgemeinen Verwaltung) und höheren Einnahmen, vor allem aus Steuern (+150'353 Franken).

Kreditabstimmung und überraschend gutes Jahresergebnis

Die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger stimmen derweil am 25. Mai über einen 20'000 Franken hohen Projektierungskredit für den Ausbau des Forstwerkhofs im Firmental ab. Damit sollen die beiden Standorte Dietikon und Egliswil bei Letzterem zusammengelegt werden, um Abläufe zu vereinfachen. Ausserdem befindet die Ortsbürgergemeinde über die Rechnung 2020, die statt des budgetierten Minus von 2600 Franken einen Ertragsüberschuss von 6913 Franken ausweist. Hauptverantwortlich für das gute Resultat sei wie schon 2019 das sehr erfreuliche Ergebnis des Forstbetriebs, schreibt die Gemeinde.