Wildegg
Eco-Safari: Mit 20 km/h durch die «Zementi»

Auf einer Segway-Tour durch das Werk in Wildegg zeigte die Jura Cement ihre Umweltfreundlichkeit.

Kelly Spielmann
Drucken
Teilen
Die Tour durch die Jura Cement kann beginnen. Kelly Spielmann

Die Tour durch die Jura Cement kann beginnen. Kelly Spielmann

Kelly Spielmann

Ob Biomarkt, Elektroauto oder abfallfreies Leben: Öko ist im Trend. Das hat auch die Jura Cement in Wildegg gemerkt – und viele ihrer Produktionsschritte umweltfreundlicher gestaltet. Um dies zu zeigen, veranstaltete die «Zementi» am Donnerstag und gestern zwei «Eco-Safaris» – Segway-Touren durch das Zementwerk.

Strom aus Reifen und Wärme

Auf einem Rundgang mit sieben Posten konnten sich die Besucher ein Bild der Produktion machen. Mit vollgeschlagenen Bäuchen nach dem Apéro – natürlich alkoholfrei, um den Segway auch noch fahren zu dürfen – erhalten die Gäste eine kurze Instruktion zu den Fahrgeräten. Gas geben, Vollbremse, alles sitzt. Es kann losgehen.

«Ich nehme euch jetzt den Schildchrötli-Modus raus. So steigt das Maximaltempo auf 20 km/h», erklärt die Instruktorin. In verschiedenen Gruppen beginnt die Tour. An fünf von sieben Posten erklärten Mitarbeiter der Jura Cement, wie die Firma Energie produziert. Sie erzählen von den 7300 m2 Solarpanels auf dem Gelände und der Verwertung fester und flüssiger Alternativbrennstoffe wie Altöl und Altreifen. Auch der Strom aus der Abwärme der Produktion hilft, als Fernwärme versorgt er 300 Wohn- und Gewerbeeinheiten.

An einem anderen Stopp sprach ein Experte über den Zementverlad auf die Bahn und zeigte eine umweltfreundliche Zementvariante: In der Produktion vom Kalksteinzement der Firma wird rund 150 kg CO2 pro Tonne Zement gespart. Der letzte Posten widmete sich der Auffüllung in Oberegg, wo durch Ausbruchmaterial von Tunnelbaustellen wieder ein Naherholungsgebiet aus dem ehemaligen Steinbruch entstehen soll.

Bio-Grilladen zum Abschluss

Rund eine Stunde nach Beginn der Tour trafen die Gruppen wieder beim Festzelt ein. Die Gäste fuhren noch kurz eine letzte Runde mit dem Segway – nur ungern gaben sie sie wieder ab. Sie stiegen ab, schüttelten die Beine aus und legten die Helme zur Seite. Die Bewegung hat gut getan: Die meisten Besucher waren bereit für ein Glas Wein und das Abendessen – passend zum Thema ein Bio-Grillbuffet.

Aktuelle Nachrichten