Dürrenäsch
Gemeinderat ist Feuer und Flamme für die Fusionsidee: So will er vorgehen

In einer Medienmitteilung teilt der Dürrenäscher Gemeinderat das weitere Vorgehen im Hinblick auf eine mögliche Fusion mit Seon und Hallwil mit.

Anja Suter
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«Die Gemeindegrösse stärkt die Position der Gemeinde», schreibt der Dürrenäscher Gemeinderat.

«Die Gemeindegrösse stärkt die Position der Gemeinde», schreibt der Dürrenäscher Gemeinderat.

Patrik Walde, zvg / LZB

Am Anfang fiel das Wort «Fusion» noch nicht, als die Gemeinden Seon, Dürrenäsch und Hallwil von ihrem Projekt sprachen. Es war von einer Zusammenarbeit die Rede und dem «gemeinsamen Gestalten der Region».

Nach dem bereits der Seoner Gemeindeammann Hans Peter Dössegger bestätigt hat, dass eine Fusion von mehreren Gemeinden in der Region ein mögliches Ziel ist, weibelt auch Dürrenäsch für einen möglichen Zusammenschluss. «In den letzten Jahren konnte in der Schweiz ein Trend zur Gemeindefusion festgestellt werden», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Die Mobilität der Gesellschaft habe im Allgemeinen zugenommen, wodurch sich die Bedeutung von geografischen Grenzen, aber auch die Beziehung zur Gemeinde verändert habe.

Was für einen Zusammenschluss sprechen würde

Eine Arbeitsgruppe hat nun das Ziel, Grundlagen für einen Projektierungskredit zu erarbeiten. Für einen Zusammenschluss würden derweil mehrere Punkte sprechen: Im Allgemeinen sage man Zusammenschlüssen nach, dass sie die Effektivität und die Effizienz der Aufgabenerfüllung steigern, und zu einer Redemokratisierung führen, indem durch die erreichte Gemeindegrösse die meisten Aufgaben wieder eigenständig erfüllt werden können, heisst es in der Mitteilung.

«Die Gemeindegrösse stärkt zudem die Position der Gemeinde. Sie gewinnt an Gewicht in den Verhandlungen gegenüber dem Kanton und verringert die Abhängigkeit zur übergeordneten Staatsebene», schreibt der Gemeinderat weiter.

Was der Gemeinderat zu den Risiken sagt

Natürlich gebe es auch Risiken: So würden im Rahmen eines solchen Projektes oft die negativen Stichworte fallen, wie abnehmende politische Partizipation, abnehmende Integration der fusionierten Gemeinde oder auch vermehrter Perfektionismus infolge Professionalisierung auch in Bereichen, in denen es eventuell nicht nötig wäre. «Es ist wichtig, nicht nur möglichst kurzfristiges Einsparpotenzial ins Auge zu fassen, sondern die Bereitschaft zu haben, Chancen und Risiken zu klären.»

Der Projektierungskredit soll voraussichtlich an den Gemeindeversammlungen im Winter 2021 oder im Sommer 2022 vorgelegt werden.