Dürrenäsch
Bau- und Nutzungsordnung: Dürrenäsch zont 1,25 Hektaren aus

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 30. April wird über die revidierte BNO entschieden.

Anja Suter
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Über die neue BNO wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung entschieden.

Über die neue BNO wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung entschieden.

Britta Gut

Die Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) bezeichnete Vizegemeindeammann Stefan Fischer an der Orientierungsversammlung als ein sehr spezielles Ereignis.

«Das gibt es nur alle 15 bis 20 Jahre und ist immer mit viel Emotionen verbunden.»

Am 30. April kommt die BNO an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung zur Abstimmung. Im Vorfeld veranstalte die Gemeinde zwei Informationsveranstaltungen. Die letzte BNO in Dürrenäsch stammt aus dem Jahr 1997. Der Planungshorizont von 15 Jahren ist also mehr als erreicht. Ziel sei, eine moderne Nutzungsplanung für Dürrenäsch, welche die Gemeinde fit für die nächsten 15 Jahre mache, so Fischer.

Mit der Planung wurde in Dürrenäsch bereits im Jahr 2014 mit dem Ortsplanungsbild begonnen. «Der Prozess ging unüblich lange», so Manuel Peer vom Planungsbüro Planar. Der Grund dafür sei die geänderte gesetzliche Grundlage während der Revision, diese habe den Planungsprozess wesentlich verlängert. 2020 lag die Bau- und Nutzungsordnung öffentlich auf. Es wurden 20 Einwendungen zu verschiedenen Themen eingereicht, dabei ging es unter anderem um die Reduktion des Baugebietes, Substanzschutzobjekte und die Gestaltungsplanpflicht. Im Ortsplanungsbild von

Neun Gebäude stehen unter Substanzschutz

Die Gemeinde Dürrenäsch möchte moderat wachsen. Unter anderem soll die Entwicklung auch im Dorfkern stattfinden. Dieser soll erneuert, gestärkt und wiederbelebt werden. Geschehen soll die unter anderem auf dem Korki-Areal. «Das Korki-Areal ist jedoch mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt», so Manuel Peer. Diese enthält unter anderem Zielvorgaben zur Bebauung, dem Nutzungsmix und der Erschliessung und Parkierung.

Zudem wurden in der BNO neun Gebäude festgelegt, die unter Substanzschutz stehen. Dies dient unter anderem dazu, den dörflichen Charakter zu erhalten und zu fördern. Dürrenäsch gehört zu jenen Gemeinden, die ihre Bauzonen verkleinern müssen. Gehe es nach der Berechnung des Kantons, dürfe jede Gemeinde nur soviel Bauland haben, wie sie in den nächsten 15 Jahren brauche, sagte Manuel Peer. Würde man diese Berechnung auf Dürrenäsch anwenden, müsste die Gemeinde 5 Hektaren Bauland auszonen. «Es wurde aber hart mit dem Kanton verhandelt», so Peer. Die Gemeinde muss nur 1,25 Hektaren auszonen. Um diese zu bestimmen, habe es eine systematische Überprüfung aller Bauzonenreserven gegeben, so Peer. Zudem gibt es eine 10-jährige Überbauungsfrist für Reserven am Siedlungsrand.