Beinwil am See
«Drögeler und Partyvolk» am See: Gemeinde setzt Sicherheitsdienst ein

Wegen Abfall, Feuer und Spritzen: Beinwil am See musste auf dem sonst idyllischen Grillplatz einschreiten. Weil sich die Situation nicht beruhigte, setzte die Gemeinde einen Sicherheitsdienst ein.

Michael Küng
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Die Feuerstelle beim Rastplatz Teufi wurde dieses Jahr zum Treff für Drogenkonsumenten und Partyvolk.

Die Feuerstelle beim Rastplatz Teufi wurde dieses Jahr zum Treff für Drogenkonsumenten und Partyvolk.

Michael Küng

Die Feuerstelle von Beinwil am See ist ein Idyll: Mitten im Grünen und direkt am Seeufer gelegen, bietet sie sich mit nahen Parkplätzen Anwohnern und Besuchern an. Die Einladung gehört haben dieses Jahr offenbar auch einige nur bedingt willkommene Gäste.
«Drögeler und Partyvolk», wie Gemeindeammann Peter Lenzin sagt, haben der Gemeinde dieses Jahr Probleme bereitet. Vor allem zu Beginn der warmen Jahreszeit sei die Situation regelmässig überbordet: Mit grossen Feuern wurde das von der Gemeinde bereitgestellte Brennholz verbraucht, der Abfall türmte sich auf, Lärm beschäftigte einige Anwohner und am nächsten Morgen fanden sich gebrauchte Spritzen am Boden.

Sicherheitsdienst aufgeboten

Die Gemeinde zeigte viel Geduld, die Vorfälle häuften sich schon seit Monate, als der Geduldsfaden schliesslich riss. «Irgendwo müssen sich die Leute ja ausleben können», sagt Lenzin. Das sei ja auch kein Problem und deshalb habe man erst einmal zugewartet. «Doch leider beruhigte sich die Lage nicht. Deshalb haben wir schliesslich für die Hochsaison von Juni bis September einen Sicherheitsdienst engagiert, der am See patrouilliert», erklärt Lenzin.

Jeweils an den späten Abenden am Wochenende habe dieser dafür gesorgt, dass sich die Uferpartys in Grenzen halten. Ein rigoroses Durchgreifen war es indes nicht, die Gemeinde bemüht sich, weiterhin nicht zu streng zu sein: «Wenn jemand spätabends eine Wurst bräteln will, ist das ja auch kein Problem», sagt Lenzin. Während im Frühling noch viel Feuerholz verschwendet wurde, hatte sich dieses Problem in der Hauptsaison von selbst gelöst: Wegen des Feuerverbots hatte die Gemeinde die Holzlieferungen eingestellt. Nach der Aufhebung nahm Beinwil am See die Belieferung dann nur noch in reduziertem Masse wieder auf. Was blieb, waren etwas Lärm und vor allem: viel Abfall.

«Die Feuerstelle ist wohl zu einem Treff für Drögeler von hier und aus den umliegenden Gemeinden geworden», mutmasst der Ammann. Doch mit dem kühleren Wetter habe sich die Sache dann schlagartig von selbst erledigt. Doch wie es nächsten Sommer weitergeht, weiss die Gemeinde nicht. Sie würde wohl nach aktueller Lage urteilen und erneut passende Massnahmen suchen, schliesst Peter Lenzin.