Möriken-Wildegg
Drei Tage Fest für 150 Jahre Musik

Die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg feierte ihr Jubiläum mit viel Musik und Unterhaltung.

Hanny Dorer
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Die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg spielt zum Empfang der Gastformationen auf dem Yul-Brynner-Platz.

Die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg spielt zum Empfang der Gastformationen auf dem Yul-Brynner-Platz.

In Möriken-Wildegg wird gerne gefeiert. Und das 150-Jahr-Jubiläum der Musikgesellschaft bot dazu eine willkommene Gelegenheit – selbstverständlich mit viel Musik. Das begann bereits am Freitagabend, als die Seniorenmusik den Apéro, zu dem die ganze Bevölkerung eingeladen war, musikalisch umrahmte. Etliche der musizierenden Senioren waren früher selber aktiv in der Musikgesellschaft und freuten sich, ihren Beitrag zum Gelingen des Festes zu leisten.

«Es ist ein denkwürdiger, einmaliger Anlass», begrüsste Präsident Urs Lustenberger die Jubiläumsgäste im Gemeindesaal. «Er löst in mir drei Gefühle aus: Freude, Demut und Dankbarkeit.» Freude, ein solches Fest feiern zu dürfen, an das man sich später mit «Weisch no» gerne zurückerinnere. Demut gegenüber all jenen, die in den 150 Jahren die Musik gepflegt und damit zur Kultur im Dorf beigetragen haben. Dankbarkeit schliesslich, in einer Gemeinschaft zu sein, in der man aufeinander achte und nicht frage, «was bringt es mir». Dankbarkeit aber auch gegenüber dem OK, das unter der Leitung von Roland Lustenberger das Fest überhaupt ermöglicht hat.

«Was wäre ein Dorf ohne Musik», stellte Peter Schaffner fest, der die Gratulationen sämtlicher Dorfvereine überbrachte. Es gäbe keine Platzkonzerte, keine Musikabende, Bundesfeier, Empfänge und andere Events müssten ohne Musik auskommen – einfach undenkbar. «Ihr seid der wichtigste Verein im Dorf. Wir brauchen euch und wir wollen euch», rief er den Musikanten zu. Grossbotschaften von Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart und dem Vertreter des Aargauischen Musikverbandes, Roman Schmid, rundeten den Festakt ab, der von der jubilierenden Musikgesellschaft Möriken-Wildegg unter der Leitung von Markus Fankhauser gleich selber umrahmt wurde.

Wettbewerb mit Gastvereinen

Unter dem Motto «BlasmusikPlus» massen sich am Samstagnachmittag sechs befreundete Musikvereine. Neben dem Musikverein Stetten o.R. aus Deutschland waren dies die Musikgesellschaften Holderbank, Othmarsingen, Sulz und Erlinsbach sowie das Jugendspiel Lenzburg. Aus verschiedenen Richtungen marschierten sie zum Festgelände auf dem Yul-Brynner-Platz und wurden dort von der MG Möriken-Wildegg empfangen. Anschliessend wurden sie in einem 20-minütigen Konzert von der Jury, bestehend aus den Fachexperten Markus Fankhauser und Patrick Fischer sowie dem Publikumsexperten Martin Kuse, bewertet. Als Pflichtstück musste der Möriker-Marsch «Gruss vom Chestenberg» ins Konzertprogramm integriert werden. Der zweite Teil des Wettbewerbs bestand aus einem Plauschwettkampf mit diversen Disziplinen.

Gesamtsieger wurde das Jugendspiel Lenzburg. Zwar wurden die Jugendlichen im Plauschwettkampf von Holderbank (Rang 2) und Erlinsbach (Rang 3) geschlagen, doch reichte die Bestnote im Konzertvortrag bei weitem für den Rang 1.

Auch am Sonntag herrschte – nach einem besinnlichen Auftakt mit dem Gottesdienst im Gemeindesaal – Festbetrieb mit Familienkonzert spezial, dem Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Stetten o.R. und Unterhaltung mit den «Jazz Crackers».