Leutwil

Drei Neue: Leutwiler Gemeinderat ist wieder komplett und die Frauen sind in der Überzahl

Lukas Spirgi (24, FDP) verzeichnete das beste Wahlresultat

Der neue und komplette Gemeinderat: Monika Müller (bisher), Brigitta Baumann (neu), Lukas Spirgi (neu), Eva Hammesfahr (bisher), Rudolf Sturzenegger (neu).

Lukas Spirgi (24, FDP) verzeichnete das beste Wahlresultat

Im Leutwiler Gemeinderat gibt es neu eine Frauenmehrheit: Brigitta Baumann, Lukas Spirgi und Rudolf Sturzenegger wurden neu gewählt.

Das kleine Leutwil (780 Einwohner) macht schwierige Zeiten durch. Seit den Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2017 sind abgesehen von Frau Gemeindeammann Monika Müller (53 parteilos) sämtliche Gemeinderäte zurückgetreten. Zum Teil unter lautem Getöse.

Mehrheitlich, weil sie mit der Amtsführung der neuen Gemeindepräsidentin Müller nicht zufrieden waren. Künftig wird diese nur noch Leute um sich haben, die gewusst haben müssen, worauf sie sich einlassen. Und im neuen Gemeinderat wird es eine Frauenmehrheit haben. Der jüngste Gemeinderat ist 24-jährig, der älteste 75-jährig.

Am Wochenende waren drei Gemeinderäte neu zu wählen. Es gab lediglich drei Kandidaten, also fanden keine Kampfwahlen statt. Die Stimmbeteiligung war mit 46,5 Prozent hoch, die Ergebnisse liegen nahe beieinander: Am meisten Stimmen machte mit 221 der FDP-Mann Lukas Spirgi (24).

Es folgen mit 205 Stimmen Rudolf Sturzenegger (75, parteilos) und mit 199 Stimmen Brigitta Baumann (64, parteilos). Der Newcomer Rudolf Sturzenegger wurde auf Anhieb auch als Vizeammann gewählt. Das mit 171 Stimmen ganz klar. Eva Hammesfahr (51, parteilos) gehört dem Gemeinderat seit letztem September an.

Jetzt endlich ein Budget 2018?

Nachdem der Gemeinderat jetzt wieder komplett ist, hat Leutwil noch zwei Probleme: Bis im Sommer muss eine Nachfolgerin für die langjährige Gemeindeschreiberin gefunden werden, und am nächsten Donnerstag soll an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung endlich ein Budget für das laufende Jahr genehmigt werden. Im November hatte der Souverän eine Steuerfusserhöhung um 4 auf 121 Prozent abgelehnt. Der Gemeinderat hat den Voranschlag 2018 mittlerweile überarbeitet, unter anderem die Lohnerhöhung von zwei Prozent für das Personal gestrichen.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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