Meisterschwanden

«Draussen in der Pampa»: Galerie feiert 30-Jahr-Jubiläum

Das jubilierende Galeristen-Ehepaar Enzo und Dora Del Mese in der Swiss-Artist-Contest-Ausstellung. tf

Das jubilierende Galeristen-Ehepaar Enzo und Dora Del Mese in der Swiss-Artist-Contest-Ausstellung. tf

Mit zwei Ausstellungen feiert die Galerie Del Mese-Fischer ihr Jubiläum. Zu Beginn hatte kaum jemand dem Galeristen-Ehepaar derart viel Durchhaltevermögen zugetraut.

Dora und Enzo Del Mese-Fischer betreiben seit 30 Jahren in der ehemaligen Strohmanufaktur an der Seefeldstrasse in Meisterschwanden eine Galerie. Abseits der grossen Kunstzentren zeigen die beiden «aus tiefen Herzen repräsentative Ausstellungen», wie sich Adriano Stutz, Präsident des Kunst Forum International, an der Vernissage ausdrückte.

Stutz rühmte das «begeisternde Schaffen der beiden Kunstliebhaber». Zu Beginn ihrer Galeristentätigkeit im Seetal, «nachgerade draussen in der Pampa», habe den beiden niemand viel Kredit gegeben, blickte der Vernissageredner zurück. Doch die Skeptiker wurden Lügen gestraft. Mit Herzblut, einem feinen Näschen für neue Kunst und Künstler, können die Del Meses auf eine «emotional bedeutende Sinfonie von Präsentationen» (Stutz) zurückblicken.

Ganz unvorbereitet wurde das Abenteuer Galerie in Meisterschwanden nicht gestartet: «Vorher holten sich die beiden während 12 Jahren Erfahrung in Neapel», erinnerte Stutz die Vernissage-Besucher. Die engen Beziehungen in Enzo Del Meses Heimatland blieben bis heute bestehen.

Enge Beziehungen zu Künstlern

Wer derart lange im Kunst-Geschäft wirkt, spinnt automatisch Fäden zu den Protagonisten. Zum 30-Jahr-Jubiläum gibt es neben der Ausstellung von Werken der Preisträger des Swiss Artist Contest eine spezielle Hommage von Weggefährten des Galeristen-Ehepaars. Im Obergeschoss werden bis zum 2. November Werke von 30 Künstlern präsentiert.

Besonders auffällig sind dabei zwei Werke, die einen Bezug zu den Jubilierenden haben: Die Collage «Liebe Dora» von Jean Tinguely und ein von Martin Maloy gemaltes Porträt von Enzo Del Mese: «Da war ich aber noch viel jünger», blickt der Porträtierte ans Modellsitzen zurück.

Inzwischen nehmen es die Galeristen etwas ruhiger. Gesundheitliche Rückschläge gemahnten zu einer gemächlicheren Gangart und zu einer Reduktion der Zahl der jährlichen Ausstellungen.

Öffnungszeiten. Dienstag bis Freitag
14 bis 18 Uhr, Samstag 14 bis 17 Uhr. Dauer: Bis 2. November.

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