Othmarsingen
Dorf im Dorf mit 125 Wohnungen auf früherem Marti-Areal geplant

Jetzt ist klar, wie es mit dem Marti-Areal im Othmarsinger Ortskern weitergehen soll: Wo jetzt die Centravo AG noch Tierfutter herstellt, wird in den nächsten Jahren eine Siedlung mit bis zu 125 Wohnungen gebaut. Dies sieht der Gestaltungsplan vor.

Pascal Meier
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Dorfkern Othmarsingen im Wandel:

Dorfkern Othmarsingen im Wandel:

Pascal Meier

Vernehmlassung

Der Gestaltungsplan liegt bis 3. Juli auf der Gemeindekanzlei auf. Interessierte können Stellung nehmen, Einsprachen sind zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Das Projekt wird erst nach kantonaler Prüfung aufgelegt. (pi)

Auf dem Areal, wo heute die Centravo AG Tierfutter produziert, sind neun Mehrfamilienhäuser mit maximal 125 Wohnungen geplant. Die Gemeinde rechnet mit 250 bis 300 neuen Einwohnern, die sich bis 2020 in dieser Siedlung nördlich der Lenzburgerstrasse und westlich der Bünz niederlassen werden.

Überbauung kostet rund 45 Millionen

Läuft alles nach Plan, sollen 2014 die Bagger auffahren – nachdem sich Centravo wie angekündigt aus Othmarsingen zurückgezogen hat und die Produktionsstätte abgerissen ist. «Centravo wird voraussichtlich Ende 2013 das Areal verlassen», bestätigt Mediensprecher Georg O. Herriger diesen Zeitplan.

Geplant wird das Bauprojekt von Centravo, der Gemeinde Othmarsingen, dem Wettinger Architekturbüro Fugazza Steinmann Partner AG sowie dem Baukonzern Implenia, der die ganze Überbauung für rund 45 Millionen Franken realisiert. Darin nicht eingerechnet ist das Grundstück, das Implenia von Centravo zu kaufen beabsichtigt.

Gemeinde soll langsam wachsen

Der Gemeinderat spricht von einem grossen Wurf – und einem «absoluten Glücksfall», wie Vizeammann Hans Rätzer vor den Medien erklärte. «Wir schaffen an zentraler und naturnaher Lage Wohnraum, ohne einen einzigen Quadratmeter Kulturland verbauen zu müssen.» Die Mehrfamilienhäuser mit einem grossen Anteil an Mietwohnungen sollen etappenweise realisiert werden, damit die Gemeinde langsam wächst.

Im Gestaltungsplan sind zudem drei weitere Baufelder an der Lenzburgerstrasse erfasst, die nicht von der Überbauung betroffen sind; darunter das Restaurant Pflug. Der Gemeinderat hat im Sinne einer Gesamtschau auch diese Liegenschaften in die Planung einbezogen, um für Veränderungen gerüstet zu sein.