Seengen
Doppelte Feuertaufe: Die neue Vereinsfahne verbindet das Schloss mit der Musik

Auf der neuen Fahne der Musikgesellschaft ist das Schloss Hallwyl zu sehen. Das geht auf die Spende einer adeligen Dame 1929 zurück. Die Feuertaufe bestand auch der neue Leiter der Musikgesellschaft, Markus Wismer.

Sibylle Haltiner
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Die neue Vereinsfahne verbindet das Schloss mit der Musik.
10 Bilder
Noch schwingt die alte Vereinsfahne im Takt
Vier Kornettisten der MG Seengen begeisterten das Publikum mit einem Solo
Fahnengruss der befreundeten Vereine
Thomas Lindenmann und Béatrice Müller, stiessen auf die Fahne, ihr Patenkind, an
Oliver Fischer (rechts) von der MG Meisterschwanden übergibt Ruedi Hauser als Geburtstagsgeschenk für die MG Seengen ein Waldhorn mit Glückwünschen
Jörg Bruder überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde
Einen Check über 10 Mal 125 Franken erhielt die MG Seengen vom Gemeindeammann (rechts)
Auch für den neuen Dirigenten Markus Wismer war es der erste Auftritt mit der MG Seengen
Fahnenweihe Seengen

Die neue Vereinsfahne verbindet das Schloss mit der Musik.

Sibylle Haltiner

Das Schloss Hallwyl auf der Fahne tragen zu dürfen, ist ein Privileg. Die Musikgesellschaft Seengen, gegründet 1890, hat es im Jahr 1929 von der Gräfin Wilhelmine von Hallwyl verliehen bekommen. Die adelige Dame spendete damals 500 Franken für eine Vereinsfahne.

Auch auf der aktuellen Fahne stand das Schloss an prominenter Stelle. Doch im Laufe der Jahre hatte die Flagge Risse bekommen. «Nach dem Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen 2011 mussten wir sie nähen lassen», erklärte Vereinspräsident Ruedi Hauser. So lag es auf der Hand, den 125. Geburtstag mit einer neuen Fahne zu krönen.

Der Festakt am Samstagabend wurde von der Musikgesellschaft Meisterschwanden eröffnet, bevor die Seenger Musikanten auf die Bühne traten. Feierlich entrollten Fahnengotte Béatrice Müller und Götti Thomas Lindenmann die neue Fahne, die Mitglieder der Musikgesellschaft spielten unter der Leitung von Markus Wismer den Fahnenmarsch dazu. Rot ist die Hauptfarbe der Standarte, sie wird ergänzt durch blau, weiss und schwarz, womit sich Dorf-, Kantons- und Landesfarben vereinen.

Das Schloss präsentiert sich von einer anderen Seite und ist mit wenigen Strichen treffend skizziert. Ein stilisiertes Blasinstrument zeigt die Zugehörigkeit zu einem Musikverein und natürlich darf der Seenger Adler nicht
fehlen.

Fähnrich Robert Wacker, der den Fahnengruss der befreundeten Vereine entgegennahm, war Mitglied des Fahnenkomitees und erzählte: «Wir standen mit verschiedenen Herstellern in Kontakt und haben Vorschläge ausarbeiten lassen. Zum Schluss präsentierten wir dem Verein zwei Vorschläge, mit grosser Mehrheit entschieden sich die Mitglieder für das vorliegende moderne und künstlerische Design.»

Für ihr 125-jähriges Bestehen erhielt die Musikgesellschaft von verschiedener Seite Lob und Gratulationen. «Ihr tragt das hohe Alter mit Stolz und verbindet die Tradition mit der Moderne», meinte Gemeindeammann Jörg Bruder. Adolf Herzog, Vertreter des Aargauischen Musikverbandes, dankte auch der Bevölkerung: «Ich wünsche mir, dass die Musikgesellschaft weiterhin vom Dorf und der Umgebung getragen wird.»

Eine Pinnadel als Anerkennung für seine Leistungen verlieh Herzog an Albin Stöckli, der kürzlich als Dirigenten der Musikgesellschaft zurückgetreten ist. Am Samstagabend hatte nämlich nicht nur die Fahne ihren ersten Auftritt vor grossem Publikum, sondern auch Markus Wismer, der neue Leiter der Musikgesellschaft.