Beinwil am See

Dirigentin Uschi Stocker gibt nach 23 Jahren den Taktstock weiter

Zum letzen Mal leitete Uschi Stocker das Jubiläumskonzert, bei welchem auch eine Schreibmaschine musizieren durfte.

Zum letzen Mal leitete Uschi Stocker das Jubiläumskonzert, bei welchem auch eine Schreibmaschine musizieren durfte.

Das Jubiläumskonzert des AkkordeonOrchesters war gleichzeitig auch die Abschiedsvorstellung von Uschi Stocker. Die Vereinsmitglieder überraschten sie mit Ausschnitten aus Arrangements, die sie einst geschrieben hatte.

«Wir haben immer Sorge getragen zu unseren Dirigenten», berichtete Heiri Merz, Gründungsmitglied des Akkordeon-Orchesters. «Deshalb sind sie jeweils so lange geblieben.» Und doch wird sie nun gehen, die Dirigentin Uschi Stocker: Allerdings war sie
23 Jahre lang die musikalische Leiterin. Die Akkordeonisten haben auch sie pfleglich behandelt.

Stolz auf Fernsehauftritt

Doch das Jubiläumskonzert zum 60-Jährigen Bestehen des Vereins bedeutete gleichzeitig Uschi Stockers Abschied. Nun, da die Kinder grösser seien, könne sie wieder mehr unterrichten, erklärte die Dirigentin. Da muss sie bei andern Engagements zurückstecken. «Freude haben an der Musik, diese auch vermitteln und Emotionen wecken», waren für Stocker die wichtigsten Anliegen in ihrer Dirigententätigkeit. Und die musikalischen Höhepunkte? «Die Jahreskonzerte habe ich immer besonders genossen», berichtete sie. «Und natürlich vor allem unseren Auftritt im Fernsehen bei der Sendung «Hopp de Bäse».

Die Nachfolge treten Julie Keller und Denise Guanci an. Keller leitet bereits den Nachwuchs, Guanci ist die Dirigentin des Akkordeonorchesters Schafisheim, mit welchem die Beinwiler in Zukunft eine Probengemeinschaft bilden werden.

Auf Initiative der Eltern von Musikschülern wurde das Akkordeon-Orchester Beinwil am See am 26. April 1954 gegründet. Heiri Merz, von Anfang an mit dabei, erzählte aus der Gründungszeit und verriet Anekdoten aus der 60-jährigen Vereinsgeschichte.

Präsidentin Regine Brunner blickte speziell auf Uschi Stockers Tätigkeit zurück. Einzelne Mitglieder spielten Ausschnitte aus Arrangements, welche die Dirigentin geschrieben hatte, als Überraschungsgast trat die Jodlerin Monika Bättig auf, sehr Freude der nun scheidenden Dirigentin.

Im Takt mit der Schreibmaschine

Neben Rückblicken und der Verabschiedung wurde natürlich viel musiziert. Die Akkordeonschüler unter der Leitung von Julie Keller spielten eine Fantasie über «Alle meine Entchen», das Orchester begann das Konzert mit der festlichen «Celebration Ouvertüre». Besonders gut gefielen dem Publikum «The Typewriter» mit Marcel Urfer an der Schreibmaschine, «Powerplay», in welchem sich einzelne Orchestermitglieder besonders hervortaten, und ein Medley aus bekannten Schweizer Melodien mit dem bezeichnenden Titel «Das git Stimmig». Als Gastformation trat der «No Name»-Chor aus Ballwil mit Volksliedern aus verschiedenen Ländern und einem Liebeslied auf.

Der Abschied nicht ohne Emotionen: Uschi Stocker erhielt von jedem einzelnen Vereinsmitglied ein Geschenk als persönliches Andenken an das langjährige gemeinsame Musizieren.

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