Nils Niederhauser hat der kommenden Ausstellung «Guck mal Günther, Kunst» im Kulturhaus und Jugendwerkhof Tommasini einen ganz neuen Auftritt verpasst. Dabei steht das Auge im Zentrum der gesamten Kommunikationskampagne. Überall blickt es einem prominent entgegen – von Plakaten und Prospekten, auf der Website und Facebook.

Niederhausers Begründungen zur Wahl des neuen Logos tönen sehr logisch. Und schon sehr fachmännisch. «Zum einen, weil schon der Veranstaltungsname zum hinschauen auffordert und zum andern, weil eine Ausstellung eine visuelle Angelegenheit ist», erklärt er. Dabei steht der 20-jährige Lenzburger noch in der Aussbildung. Im Frühling wird er die vierjährige Lehre als Grafikdesigner in einer Aarauer Werbeagentur abschliessen. Es sei äusserst interessant, sich in die vielfältigsten Branchen hineinzuversetzen, schwärmt er von seinem Beruf.

Die aktuelle Kommunikationskampagne ist sein erstes grosses Werk, das er verantwortet. Er hat alles in der Freizeit realisiert. Ganz ohne Unterstützung seiner Chefs, erzählt er stolz. «Ich habe das Projekt ganz bewusst privat gehalten und in meiner Freizeit erarbeitet.» Als Vorstandsmitglied des Vereins Tommasini ist Nils Niederhauser für das Ressort Werbung zuständig.

Die kreative Ader, so scheint es, ist ihm in die Wiege gelegt worden. Nicht umsonst hat Nils einen der raren Grafikdesign--Ausbildungsplätze im Kanton Aargau ergattert. Um aufzufallen, habe er seine Bewerbung in Form eines Faltprospekt erstellt, erzählt er und schmunzelt. Das scheint bei seinem heutigen Arbeitgeber Eindruck gemacht zu haben.

Doch zurück zum neuen Logo: Noch lieber als statisch wie auf dem zum Gespräch mitgebrachten Programmprospekt hat Nils Niederhauser, wenn sich das Auge bewegt. «Sobald Dinge in Bewegung sind, bin ich happy,» erklärt er und zeigt auf seinem Mobil die verschiedenen animierten Formate des Auges auf der Website guckmalkunst.ch und auf Facebook. «Sehen Sie, wenn man auf dem Display den Begriff Kunst verschiebt, so geht der Blick des Auges in die gleiche Richtung», erklärt er. Seit einiger Zeit beschäftigt er sich in der Ausbildung mit animierten Formaten. Dabei habe es ihm schon recht den Ärmel reingezogen, gesteht er. In welche Richtung sich seine berufliche Zukunft nach dem Lehrabschluss lässt Nils Niederhauser offen. «Wichtig ist, einen Ort zu finden, an dem ich viel Neues lernen kann. Sei es in der Schweiz oder sonst wo», sagt er und lächelt spitzbübisch durch seine runden Brillengläser