Beinwil am See

Diesen Advent gibts kein Malheur: Die gefährlichen Sterne sind repariert

Letztes Jahr mussten die Sterne Mitte Dezember demontiert werden. ZVG

Letztes Jahr mussten die Sterne Mitte Dezember demontiert werden. ZVG

In Beinwil am See wird die Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr hoffentlich keine Kurzschlüsse mehr verursachen. Inzwischen wurden alle 40 Sterne repariert und mit neuen Dichtungen versehen.

Mitten in der Vorweihnachtszeit mussten die Beinwiler letztes Jahr auf ihre Weihnachtsbeleuchtung verzichten. Kurzschlüsse an den Sternen löschten mehrmals die Beleuchtung in ganzen Strassenzügen aus. Die Sterne mussten demontiert werden. Zugunsten der Sicherheit traf der Gemeinderat diesen Entscheid.

Weihnachten scheint momentan noch sehr weit entfernt, doch in anderthalb Monaten ist bereits Dezember. Und dann wird in Beinwil am See wieder eine Weihnachtsbeleuchtung erstrahlen. «Die Sterne sind repariert», sagt Gemeindeammann Peter Lenzin. Die speziellen Sterne bestehen aus Lichtschläuchen mit warmem und kalten Licht. Vor fünf Jahren wurde die Beleuchtung vom damaligen Gemeinderat entworfen.

«Bei gewissen Sternen war der Zusammenschluss der beiden Schläuche defekt, weil Plastikteile brüchig wurden», sagt Lenzin. Es kam zu undichten Stellen, wo Feuchtigkeit eindrang. Einzelne Sterne gingen aus. Passierte das bei mehreren, kam es zu Kurzschlüssen, die Strassenlampen auslöschten. «Dieses Malheur möchte ich dieses Jahr nicht mehr», sagt Thomas Widmer, Leiter Werkdienste. Weil im letzten Dezember auf die Schnelle nicht eruiert werden konnte, welche Sterne defekt waren, wurde die ganze Beleuchtung vom Netz genommen.

Hergestellt wurden die Sterne von der Firma Neon Bächli aus Beinwil am See. «Wir haben bei den Sternen ein handelsübliches Montagekit verwendet», sagt Peter Bächli. «Nach etwa zwei Jahren hat sich der Plastik ausgehärtet und ist spröde geworden.» Die Firma habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Inzwischen wurden alle 40 Sterne repariert und mit neuen Dichtungen versehen. Doch auch jetzt kann Bächli nicht versprechen, dass die Sterne ewig halten. Auch wenn sie jedes Jahr nur zirka zwei Monate aufgehängt sind, müssen sie einiges aushalten. Im Gegensatz zu Neonbeschriftungen, die ganzjährlich draussen sind, wurde bei der Weihnachtsbeleuchtung jedoch weniger beständige Materialien verwendet.

«Das ist immer eine Kostenfrage«, sagt Bächli. Doch einen entscheidenden Unterschied zum letzten Jahr gibt es: «Wir haben jeden Stern einzeln abgesichert.» Das heisst: Sollte es bei einem Stern zu Problemen mit dem Strom kommen, wird nur dieser Stern dunkel und nicht mehrere – oder die ganze Strasse. Notfalls können kaputte Sterne mit einem Reservestern ersetzt werden. Die Kosten für die Reparatur hat die Firma übernommen, obwohl die Garantie für das Material nach zwei Jahren abgelaufen war. «Wir wollen das recht machen», sagt Bächli.

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