Beinwil am See

Diese drei Frauen haben etwas gemeinsam – die Landliebe und ein Präsidium

Drei Landfrauen-Präsidentinnen kommen aus Beinwil am See (v. l.): Lotti Baumann, Ortspräsidentin Barbara Eichenberger und Bezirkspräsidentin Vlora Zaugg. zvg

Drei Landfrauen-Präsidentinnen kommen aus Beinwil am See (v. l.): Lotti Baumann, Ortspräsidentin Barbara Eichenberger und Bezirkspräsidentin Vlora Zaugg. zvg

Eine Premiere in der 90-jährigen Geschichte der Aargauer Landfrauen: Gleich drei Präsidentinnen stammen aus demselben Dorf. Das war eigentlich nicht beabsichtigt.

Das hat es noch nie gegeben: Sowohl die Orts- als auch die Bezirks- und die Kantonalpräsidentin der Aargauer Landfrauen stammen alle aus dem gleichen Dorf – Beinwil am See. «Mit der Wahl von Vlora Zaugg zur Präsidentin der Landfrauen Bezirk Kulm vergangene Woche wurde die Gemeinde am Hallwilersee zu einer Landfrauen-Hochburg», sagt Kantonalpräsidentin Lotti Baumann und lacht.

Dass Beinwil am See mit Vlora Zaugg, Lotti Baumann und Barbara Eichenberger plötzlich so viele Präsidentinnen stellt, sei nicht beabsichtigt gewesen, sagt Baumann. «Es wurde mir erst bewusst, als mich jemand an der Versammlung in Beinwil am See darauf aufmerksam gemacht hatte.» So viele Chancen, dass drei Präsidentinnen aus einem Dorf kommen, habe es bisher aber nicht gegeben. Denn Baumann ist erst die sechste Kantonalpräsidentin in der 90-jährigen Geschichte der Aargauer Landfrauen.

Doch so ganz von ungefähr kommt diese besondere Konstellation aber nicht. Baumann und Zaugg sind Nachbarn, die Gespräche über den Gartenzaun hinweg handelten oft von den Landfrauen. «Es freut mich sehr, dass ich Vlora Zaugg schliesslich habe motivieren können, das Amt als Bezirkspräsidentin zu übernehmen», sagt Baumann. Sie hofft, dass auch in Beinwil am See anerkannt wird, wie engagiert die Frauen im Dorf sind. «Wir wollen zeigen, dass wir Landfrauen mehr können als nur Zöpfe und Kuchen backen», sagt Baumann. 

Neumitglied und Präsidentin

Ein Jahr lang suchte Zauggs Vorgängerin, Hanni Gloor, nach einer Nachfolgerin. Doch Frauen würden sich schwertun, ein solch verantwortungsvolles Amt zu übernehmen, sagt Baumann. «Viele engagieren sich lieber im Hintergrund.» Die Landfrauen bräuchten aber Frauen wie Zaugg: «Sie ist jung, hat keine Angst, anzuecken, kann hinstehen und setzt sich für Frauenrechte ein», sagt Baumann.

Ein Anliegen, das auch der Kantonalpräsidentin am Herzen liegt und für das sie sich von der neu gewählten Bezirkspräsidentin jetzt etwas Rückenstärkung verspricht. Denn die Landfrauen wollen am 14. Juni am schweizweiten Frauenstreik teilnehmen und Baumann hofft, dass so viele Mitglieder wie möglich mitmachen werden. Ein heikles Thema, sind doch die Landfrauen eigentlich politisch neutral. «Gleichberechtigung hat für mich mehr mit Frauensolidarität als mit Politik zu tun», begründet sie. Am 18. März an der Generalversammlung der Landfrauen Beinwil am See wird Vlora Zaugg offiziell Mitglied – und Hanni Gloor definitiv als Bezirkspräsidentin ablösen.

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