Lenzburg
Die Wächter der Lenzburg haben Geister in ihren Reihen

Die Schlossgeischt-Schränzer Länzburg feierten ihre Geisternacht. Ob der Schlossgeist auch anwesend war, ist nicht erwiesen.

Sibylle Haltiner
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Fulminanter Auftritt der Schlossgeischt-Schränzer im Wächterkostüm.
14 Bilder
Grosse Trommelshow der Schlossgeischt-Schränzer
Häschen und Biene Maja waren nicht im Winterschlaf, sondern am Geisterball
Drei Skihäschen
Entflohen aus der Strafanstalt
Diese freundlichen Geister waren aus Wohlen angereist
Die Bünzgeister besuchten ihren Freund, den Schlossgeist
Die Village People wollen den Schlossgeist tatsächlich gesehen haben
Aus dem Luzernischen angereist waren die Rothornfäger Sörenberg
Auch wenn Weihnachten vorbei ist, hatten sie ihren Spass
Auf Tischen und Bänken liess sich wunderbar tanzen
Auch die Wegere Pfloschter aus Reiden-Wikon waren zu Gast
Auch sie sind Geister und kommen aus Bünzen
Die Schlossgeist-Schränzer heizen ein

Fulminanter Auftritt der Schlossgeischt-Schränzer im Wächterkostüm.

sih

Die Fasnachtszeit ist eingeläutet. Am Samstag feierte die Guggenmusik Schlossgeischt-Schränzer Länzburg ihre Schlossgeisternacht. Über 1000 Fasnächtler vergnügten sich in der Mehrzweckhalle und tanzten bei den Auftritten der verschiedenen Guggenmusiken auf Tischen und Bänken, dazwischen legte ein DJ auf. Mit grosser Spannung wartete man auf den mitternächtlichen Auftritt der Gastgeber, die ihr aktuelles Kostüm vorstellten. Getreu ihrem Motto «Wächter der Lenzburg» erinnerte das in Schwarz und Rot mit viel Gold gehaltene Kleid an die Gewänder mittelalterlicher Schlosswächter.

Schlossgeist ist unentschlossen

War denn der Schlossgeist, Namensgeber der Guggenmusik, am Ball anwesend? So richtig gesehen haben wollte ihn niemand. Nur ein Besucher aus Bern im Village-People-Kostüm mit Ketten und Leder hatte ihn gesehen. «Dort hinten links, in der Ecke war er. Er ist herzig, aber scheu und unentschlossen», erklärte er bestimmt. Andere orteten den Geist unter der Hallendecke oder überall. Mit dabei sei er ganz bestimmt, waren die meisten überzeugt. Aber auch die Geisterwachen in ihren gelben T-Shirts konnten keinen konkreten Tipp geben. Sie mussten ihre Augen offenhalten, um mögliche Streitigkeiten sofort zu erkennen und im Keim ersticken zu können. Für die Geistersuche fehlte ihnen die Zeit.

Allerdings konnten andere Geister aufgestöbert werden. Mehr oder weniger furchteinflössende Gestalten mit weissen Gesichtern und schwarzen Augen oder Totenköpfen. Auch Freunde des Schlossgeistes kamen zu Besuch: Die Bünzgeischter aus Bünzen. Sie seien zwar nicht verwandt mit dem Lenzburger Geist, aber auch nette Gestalten und am kommenden Wochenende finde bei ihnen ein Geisterball statt, verkündeten sie.

Mindestens die Schlossgeischt-Schränzer müssen wissen, wer der echte Schlossgeist ist. Präsident Urs Welti hat sich dazu Gedanken gemacht. «Es kann nur Daniel Kühne sein», erklärte er überzeugt. «Er war bereits bei der Gründung der Guggenmusik 1987 dabei und mein Vorgänger als Präsident.» Kühne und Welti sind sich einig, dass es für das gute Gelingen eines Anlasses und das Funktionieren eines Vereins viele gute Geister benötigt, die im Hintergrund arbeiten. Möglich ist auch, dass der Geist einigen Fasnächtlern, die ausgelassen feierten, nach dem Ball in der einen oder anderen Gestalt erschienen ist.