Voliere
Die Voliere auf Schloss Wildegg darf bleiben

Die Voliere auf Schloss Wildegg soll auch in Zukunft ein Anzugspunkt für Vogelfreunde aus der Region sein. Dies entschieden Petitionäre, Vertreter des Stiftungsrats und Vogelexperten am Dienstagabend an einer gemeinsamen Sitzung.

Marco Wölfli
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Der Stiftungsrat ist bereit, die Voliere zu sanieren. Walter Schwager

Der Stiftungsrat ist bereit, die Voliere zu sanieren. Walter Schwager

Dabei kam der Stiftungsrat der Schlossdomäne Wildegg den Voliere-Freunden weit entgegen. Der Stiftungsrat erklärte sich nämlich bereit, die 50-jährige Voliere mit einem einmaligen Beitrag zu sanieren. Zur Erinnerung: Im Februar beschlossen die Stiftungsräte, die Voliere zu schliessen, was heftigen Widerstand auslöste und zum jetzigen Entscheid führte.

Jetzt muss ein Trägerverein her

Stiftungsrat Hans Ulrich Glarner, Leiter kantonale Abteilung Kultur, ist mit der getroffenen Lösung zufrieden: «Wir können mit dieser Abmachung gut leben, erwarten nun aber auch ein deutliches Engagement der Petitionäre.» Das Angebot des Stiftungsrats ist nämlich an Bedingungen geknüpft. Bis Ende Jahr muss ein Trägerverein gegründet werden, der den Betrieb der Voliere die nächsten fünf Jahre sicherstellt. Gelingt dies nicht, fällt die rund 180 000 Franken teure Sanierung ins Wasser.

Ernst Strahm, der sich von Beginn an für die Voliere einsetzte, ist guter Hoffnung, dass die Vorgaben des Stiftungsrats erfüllt werden können: «Das Angebot des Stiftungsrats ist ein Erfolg unserer Petition, die von 1000 Personen unterschrieben wurde. Wir gehen davon aus, dass wir zwischen 500 und 1000 Leute benötigen, welche die Voliere unterstützen.» Sicher dabei ist Thomas Sandmeier. Der Tierarzt betreut die Voliere bereits seit einigen Monaten und weiss, dass es den Vögeln nun gut geht: «Seit der Bestand reduziert wurde, herrscht in der Voliere viel mehr Ruhe.»

Die momentane Finanzplanung sei schwierig, weil der Betriebsaufwand der Voliere noch nicht klar ist, sagt Strahm. Die Wunschlösung der Petitionäre wäre, dass sich jemand ehrenamtlich um die Vögel kümmern würde und die Kosten somit tiefer werden. Neben Gönnern und Sponsoren hofft Strahm auch auf ein Engagement der Gemeinde Möriken-Wildegg. «Wir wünschen uns, dass die Gemeinde die Voliere mit einem Startbeitrag unterstützt», sagt Strahm. Da voraussichtlich die Gemeindeversammlung über einen Beitrag befinden wird, müssen sich die Unterstützer der Voliere bis im November gedulden.

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