Staufen
Die Verwaltung geht, die Schule kommt

Das alte Schulhaus soll für 4,3 Mio. Franken umgebaut und der Anbau aufgestockt werden, doch sollten die baulichen Strukturen erhalten beiben. Mit dem Umbau soll das Schulhaus aber auch auf eine allfällige Änderung des Schulsystems vorbereitet werden

Hanny Dorer
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Der Anbau ans alte Schulhaus (rechts) soll aufgestockt und mit einem Flachdach versehen werden. zvg

Der Anbau ans alte Schulhaus (rechts) soll aufgestockt und mit einem Flachdach versehen werden. zvg

Am gut besuchten Polit-Apéro am Sonntagmorgen im Zopfhuus stellte Gemeinderat Emanuele Soldati den geplanten Umbau des alten Schulhauses vor. Die durch den Umzug der Gemeindeverwaltung in den Neubau – im Laufe des kommenden Jahres – frei werdenden Räume sollen in Zukunft der Schule zur Verfügung stehen. «Trotz der Anpassung an die neuen Anforderungen sollen die baulichen Strukturen erhalten bleiben», hält Soldati fest.

Der Baukommission «altes Schulhaus» gehören neben Emanuele Soldati Vizeammann Jutta Meier, der Hauswart Thomas Kohler, Markus Moser, Schulpfleger der Regionalschule Lenzburg, sowie die Schulhausleiterin Monika Schwager an. In die Abklärungen einbezogen wurden ausserdem die Lehrkräfte, Schulleiter Tim Schaerer und der Architekt Martin Stierli. «Mit dem Umbau wird die Schule Staufen gerüstet sein, wenn die Abstimmung vom März 2012 eine Änderung des Schulsystems bringt», erläuterte Vizeammann Jutta Meier. Vorgesehen ist die Erweiterung auf zwei Jahre Kindergarten, die Primarschule wird von fünf auf 6 Jahre verlängert, die Oberstufe auf drei Jahre verkürzt.

Aula kommt in den Klötzlikeller

Architekt Martin Stierli stellte die neue Anordnung der Räume im alten Schulhaus im Detail vor. Die wesentlichste Änderung dürfte die Verschiebung der Aula vom Dachgeschoss des Schulhauses in den Klötzlikeller unter der Turnhalle sein. So gewinnt man ein zusätzliches Klassenzimmer, und zwar anstelle der Bibliothek, die in den aufgestockten Anbau verschoben wird. Die bisherige Aula ist unterteilbar in zwei Gruppenräume, kann aber auch als Klassenzimmer genutzt werden.

Im Untergeschoss werden neu vier Musikräume untergebracht. Das Erdgeschoss ist für den Lehrerbereich vorgesehen. Das erste Obergeschoss bleibt, abgesehen von punktuellen Verbesserungen, unter anderem neue Wandschränke und neue Lavabos, unverändert und umfasst weiterhin zwei Klassenzimmer. Das zweite Obergeschoss ist derzeit in drei kleinere Räume unterteilt. Diese werden analog zum ersten Obergeschoss in zwei Klassenzimmer umgewandelt.

Anbau wird aufgestockt

Die zweite grössere Änderung ist die Aufstockung des Anbaus, dessen Satteldach durch ein Flachdach ersetzt wird. «Es wären sowieso Massnahmen am Dach nötig gewesen, da es nicht mehr dicht ist», so Architekt Stierli.

Das Turnhallengebäude erfährt insofern eine Änderung, als der Klötzlikeller mit kleinen Anpassungen in eine 150 Quadratmeter grosse Aula umgewandelt wird. Damit der Zugang behindertengerecht ist, soll ein Treppenlift eingebaut werden.

Kreditantrag von 4,3 Millionen

Der Kreditantrag beruht auf Richtpreisofferten und enthält unter anderem 265000 Franken für ein Provisorium während der Bauzeit, 3,51 Mio. Franken für ein Facelifting im Innern des Gebäudes sowie 250000 Franken für neues Mobiliar für die neu geschaffenen Räume.

Wird der Kreditantrag von der Gemeindeversammlung genehmigt, könnte das Baugesuch im April 2012 eingereicht werden. Der Umbau der Aula könnte im Juli 2012 während den Sommerferien erfolgen. Der Bauarbeiten am alten Schulhaus beginnen im Februar 2013, dauern rund sechs Monate und sind auf den Neubau des Gemeindehauses abgestimmt.