Luzerner Seetal
Die Traumhafte Kulisse entschädigte die Strapazen

Viel Sonnencreme, Velos, Inline-Skates, und wolkenloser Himmel: es herrschte grosse Beteiligung trotz grosser Hitze am slowUp Seetal rund um den Baldeggersee – ein Erlebnisbericht.

Fabio Baranzini (Text und Fotos)
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Duschen unterwegs sorgten für eine willkommene Abkühlung.

Duschen unterwegs sorgten für eine willkommene Abkühlung.

25 vorwiegend flache Kilometer entlang des Baldeggersees von Hochdorf über Mosen zurück nach Hochdorf. Das sollte doch problemlos zu schaffen sein. Die Strecke in der brütenden Nachmittagssonne bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke zu absolvieren, könnte schon eher zum Problem werden. «Einfach genügend Sonnencreme einstreichen und viel trinken, dann klappt das schon», dachte ich, schnallte meine Inlineskates an die Füsse und fuhr los.

Bereits nach wenigen Minuten traf ich auf die velobegeisterte Familie Picenoni aus Auw. Die sechsköpfige Familie hat den slowUp soeben beendet und schwärmt von Strecke und Wetter. «So schlimm kann es also nicht werden», sagte ich mir und skatete auf der breiten Hauptstrasse Richtung Mosen. Die meisten Teilnehmer waren mit dem Fahrrad oder den Inline-Skates unterwegs. Die einen schlugen ein gemütliches Tempo an, andere gingen ambitionierter an die Sache heran.

Merkwürdige Vehikel

Immer wieder begegnete ich slowUppern, die auf nicht ganz alltäglichen Vehikeln unterwegs waren. Dazu gehörten auch die Brüder Kilian und Damian Elmiger aus Beromünster. Sie hatten ihre Fahrräder parallel aneinander befestigt und in der Mitte eine Kiste mit Getränken und einen Sonnenschirm montiert. «Das ist super, so können wir im Schatten fahren», erklären die beiden, die die 25 Kilometer trotz der Hitze zwei Mal absolvierten.

Apropos Hitze: Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel und schon nach kurzer Zeit schwitzte ich aus allen Poren. Der Baldeggersee links von mir glänzte verlockend. Was hätte ich in diesem Moment dafür gegeben, die am Körper klebenden Kleider los zu werden und ins kühle Nass zu springen. Zum Glück gab es in regelmässigen Abständen Verpflegungsposten, wo die Teilnehmer kühle Getränke bekamen, die sie mit Vorliebe im Schatten genossen.

Das letzte Streckendrittel

Auf dem letzten Streckendrittel wurden meine Schritte allmählich etwas schwerfälliger und die Hitze machte mir immer mehr zu schaffen. Dafür folgte nun der schönste Streckenabschnitt. Die Strasse führte leicht abfallend nahe am Baldeggersee entlang. Dahinter waren die teils noch schneebedeckten Alpen zu erkennen, die sich mit dem wolkenlosen Himmel zu vermischen schienen.

Dann, nach rund eineinhalb Stunden, erreichte ich Hochdorf. Ich gönnte mir eine kurze Pause und ein kaltes Getränk, ehe ich mich auf den Heimweg machte. In Gedanken war ich jedoch bereits viel weiter, nämlich unter der kalten Dusche.