Schafisheim

Die Trachtengruppe ist alles andere als altmodisch

Die Kindertanzgruppe bewies, dass der Trachtenverein Schafisheim überhaupt nicht altmodisch ist.Sonja Furter

Die Kindertanzgruppe bewies, dass der Trachtenverein Schafisheim überhaupt nicht altmodisch ist.Sonja Furter

Am Heimatabend der Trachtengruppe Schafisheim gab es nicht nur schwingende Röcke zu sehen. Da hüpfte und klatschte eine Kindertanzgruppe, und Hip-Hopperinnen aus Rupperswil lieferten ein gewagtes Kontrastprogramm.

Der Trachtenverein Schafisheim feierte am Wochenende mit seinem Heimatabend in der Mehrzweckhalle sein 40-jähriges Jubiläum. Unter den Tänzerinnen waren drei Frauen anwesend, welche bei der Gründung des Vereins 1973 mit dabei waren. Ein viertes Gründungsmitglied sass im Publikum und wurde mit tosendem Applaus auf die Bühne gebeten.

Dass die Trachtengruppe überhaupt nicht altmodisch ist, bewies die Kindertanzgruppe, die mit grossem Eifer ihre Tänze aufführte. Da wurde gehüpft, geklatscht, mit dem Finger gedroht, und natürlich zog das eine oder andere Kind zwischendurch eine Grimasse, was beim Publikum für Unterhaltung sorgte.

Begleitet wurden die Tänze von Kontrabass, Schwyzerörgeli und Klarinette der Länderkapelle Roggehuusmusig, welche die meisten Stücke auswendig spielte.

Ihre Ansprache hielt Präsidentin Charlotte Hofstetter teilweise in Gedichtform. Auch sonst überzeugte sie durch ihren Humor. Nach einem besonders schnellen Tanz bemerkte sie: «Irgendwann fällt vor lauter Tanzen noch der Schmuck an meiner Trachte ab.» Dies war dann glücklicherweise trotz weiterer Tänze nicht der Fall.

Ein gewagtes Kontrastprogramm zu den schwingenden Röcken der Trachtenfrauen brachte die Hip-Hop-Gruppe Rupperswil auf die Bühne. Zum Rhythmus der Songs führten die jungen Frauen Choreografien auf. Es gelang ihnen, das Publikum mitzureissen und zu begeistern. Als der Vorhang sich wieder schloss, ernteten sie tosenden Applaus.

«Chönd Sie choche?», wollten die drei verzweifelten Frauen vom Bewerber um ein WG-Zimmer wissen. Um die Geschlechterthematik drehte sich das Lustspiel in zwei Akten von Marlene Herzog, das im zweiten Teil der Veranstaltung aufgeführt wurde.

Auf witzige Weise wurde das Zusammenleben in einer Frauen-Wohngemeinschaft parodiert. Der Nachfolger ihres bisherigen Mitbewohners Jean-Paul-Rüttimann brachte den Alltag der drei Frauen gehörig durcheinander. Da er den grössten Teil an die Miete bezahlte, nahm er sich auch die Freiheit heraus, alles zu bestimmen. Er verlangte gar, dass die Frauen elegant angezogen am Frühstückstisch zu erscheinen hätten. Nach nur einer Woche dachten die Frauen bereits daran, sich des ungeliebten Mitbewohners zu entledigen. Die Frage, ob Arsen im Joghurt wohl nachweisbar sei, brachte das Publikum zum Lachen. In Wahrheit war der neue Mitbewohner aber ein gerissener Dieb, der ausgerechnet von der verhassten Nachbarin überführt wurde.

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