Niederlenz
Die Tiere haben in Niederlenz ihren eigenen Hausarzt

Bei Tieren läuft es nicht viel anders als beim Menschen , bei kleinen Erkrankungen geht man nicht direkt ins Spital - sondern zum Hausarzt. Die neue Kleintierpraxis «Vetstation» am Dorfrain in Niederlenz steht den Tieren ab Montag offen.

Daniel Vizentini
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Tierärztin Noemi Hernadfalvi, Assistentin Adriana Guizzardi (v.l.) und Hund Timi freuen sich über Besuch.dvi

Tierärztin Noemi Hernadfalvi, Assistentin Adriana Guizzardi (v.l.) und Hund Timi freuen sich über Besuch.dvi

Die Idee hinter der Kleintierpraxis «Vetstation» ist dieselbe. «Wir sehen uns als Hausärzte», sagt Geschäftsleiter Christoph Koch. In Villmergen führt seine Familie seit drei Generationen eine Tierpraxis. Am Dorfrain in Niederlenz, wo früher Veterinärin Barbara Mühlebach ihre Praxis hatte, eröffnet Koch am Montag die dritte «Vetstation».

Andere gibt es bereits in Buchs und Mellingen. «Wir haben unsere Standorte bewusst in Dörfern und nicht in Stadtzentren. Hier sind wir nahe bei den Tieren und können die Kunden persönlicher beraten», sagt Koch.

Die Vernetzung mit anderen Bereichen der Tierhaltung spielt in der «Vetstation» eine zentrale Rolle. An drei Standorten gibt es einen Salon für die Fell-, Ohr- oder Zahnpflege der Tiere. An zwei «Vetstationen» werden Kurse in Hundeschulen angeboten. Zudem werden Futter und Tierzubehör in den praxiseigenen Läden verkauft.

Praxis und Klinik ergänzen sich

Die unterschiedlichen «Vetstationen» sind immer genau gleich organisiert, damit ein Tierarzt wenn nötig auch an einem anderen Standort arbeiten kann. «Ich sehe die Praxis als ein grosses Instrument», sagt Christoph Koch. Etwa 95 Prozent der Patienten seien Hunde oder Katzen, die restlichen Tiere vor allem Meerschweinchen oder Reptilien.

Wenn nötig wird ein Tier an einen Spezialisten verwiesen. «Wir sind gut vernetzt», sagt Koch. «Vetstation» und grosse Kliniken wie etwa die Tierklinik Aarau West in Oberentfelden würden sich ergänzen. «Wenn ein Tier in die Intensivstation muss, schicken wir es nach Oberentfelden. Sie sind wie das Spital und wir der Hausarzt.»

Der Praxishund darf nicht fehlen

Von 10 bis 15 Uhr können Interessierte heute die Praxis von innen kennen lernen. Ab Montag arbeitet dort Veterinärin Noemi Hernadfalvi, die aus der Lenzerheide für die «Vetstation» neu in die Region gezogen ist, und Assistentinnen. Nicht fehlen wird auch Praxishund Timi. «Er gehört hier einfach dazu», sagt seine Besitzerin, die Praxisassistentin Adriana Guizzardi.

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