Meisterschwanden
Die Steuergelder sprudeln weniger üppig als auch schon

Gut 8,3 Millionen Franken flossen 2017 in die Meisterschwander Steuerkasse – minus 8 Prozent gegenüber dem Budget.

Von Ruth Steiner
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Ortseinfahrt von Meisterschwanden

Ortseinfahrt von Meisterschwanden

Peter Siegrist-Bild und Text

In der Vergangenheit hat die Gemeinde Meisterschwanden ihren Steuerfuss kontinuierlich gesenkt bis auf aktuell 65 Prozent – das ist der zweittiefste Wert im Kanton Aargau. Trotz dieser Massnahmen hat man Jahr für Jahr einen höheren Steuerertrag vorlegen können.

Das ist jetzt vorbei. Zumindest für das vergangene Jahr weist die Gemeinde mit rund 8,3 Millionen Franken (Vorjahr rund 8,7 Millionen Franken) einen Totalbetrag aus Einkommens- und Vermögenssteuern, Quellensteuern und Aktiensteuern aus, der um 8 Prozent unter Budget liegt. Die grosse Abweichung sei vorwiegend auf tiefere Einkommens- und Vermögenssteuern zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Im Gegenzug hätten sich «die Quellen- und Aktiensteuern erfreulich entwickelt und den budgetierten Betrag um fast 190 000 Franken übertroffen». Dass der Steuerertrag tiefer ausgefallen ist, habe nicht mit dem Verlust von namhaften Steuerzahlern zu tun, erklärt Gemeindepräsident Ueli Haller auf Anfrage. Vielmehr sei es so, dass der Gemeinderat die Budgetierungspraxis etwas angepasst habe.

Das Ergebnis der übrigen Steuern (u.a. Erbschafts- und Grundstückgewinnsteuern), die schwierig zu budgetieren sind, liegt rund 154 000 Franken oder 58 Prozent unter Budget. Dazu beigetragen haben vor allem die Grundstückgewinnsteuern: Deren Einnahmen liegen mit 117 000 Franken weit unter den veranschlagten rund 183 000 Franken. Die mit 30 0000 Franken veranschlagten Erbschaftssteuern brachten lediglich 1000 Franken ein. (str)