Spitex

Die Spitex Lenzburg ist wieder im Lot

Stadträtin Heidi Berner aus Lenzburg vertritt die Vertragsgemeinden in der Spitex.

Stadträtin Heidi Berner aus Lenzburg vertritt die Vertragsgemeinden in der Spitex.

Jetzt erhalten die Gemeinden tiefere Einsichten in die Spitex-Geschäfte, dank dem Einsitz einer Gemeindevertreterin. Im Vorfeld wurde die mangelnde Transparenz bemängelt.

Im Sommer musste sich die Spitex Lenzburg von Mitgliedern wie auch Gemeindevertretern einige Vorwürfe gefallen lassen. Etwa, dass die vorgeschlagene Statutenrevision den Vertragsgemeinden jegliche Einflussnahme entziehe. «Wenn diese nichts mehr zu sagen haben, ist das äusserst problematisch, da wir die Restkosten von über 40 Prozent tragen», sagte damals Gemeindeammann Hanspeter Gehrig aus Ammerswil («Der Sonntag» vom 24. Juni).

Doch haben sich die Gemüter inzwischen beruhigt. An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag genehmigten die 49 Stimmberechtigten die revidierten Statuten. Darin ist der Einsitz eines Gemeindevertreters im Vorstand festgehalten. Diese Aufgabe übernimmt die Lenzburger Stadträtin Heidi Berner. Für Hanspeter Gehrig ein gute Lösung: Die Gemeinden erhielten tiefere Einsicht in die Spitex-Geschäfte und ein Mitspracherecht.

Auch soll der Vorstand wieder verstärkt werden. Die Statuten sehen vier bis sieben Mitglieder vor, momentan zählt der Vorstand vier Personen. Markus Büchi, Interims-Geschäftsleiter der Spitex Lenzburg begrüsst eine Komplettierung des Vorstands: «Die Arbeiten sind jetzt auf wenigen Schultern verteilt. Der zeitliche Aufwand für die Betroffenen ist daher hoch.»

Zurzeit findet in der Spitex Lenzburg eine Reorganisation statt. Der Sprung von einem kleinen Krankenpflegeverein zu einer Grossorganisation mit zehn angeschlossenen Gemeinden ist mit Hürden, auch Krisen verbunden. «Turbulente Zeiten sind aber auch positiv», findet Gemeindeammann Hanspeter Gehrig aus Ammerswil. Sie führten dazu, alte Strukturen zu überdenken.

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