Allein zu Beginn des laufenden Jahres wurden die Sozialen Dienste der Stadt Lenzburg um 2,2 Stellen aufgestockt. «Da brauchten wir mehr Platz», blickt Gesamtleiter Michael Gruber auf die jüngste Expansionsphase seiner Behörde zurück.

Die Sozialen Dienste sind deshalb an ihrem Standort an der Poststrasse 5 in den letzten Monaten nicht nur personell, sondern auch räumlich gewachsen. Die Stadt Lenzburg konnte im Erdgeschoss der ehemaligen Post weitere Räume beziehen.

Inzwischen sind Büros, Besprechungs- und Warteräume frisch gestrichen und bieten luftige helle Arbeitsplätze. Der Hauptzugang erfolgt neu von Osten, von der Poststrasse, her.

«Der Not gehorchend»

Mit 12,3 Stellen, die von mehrheitlich Teilzeitpensen leistenden 18 Mitarbeitern besetzt werden, haben die Sozialen Dienste eine beträchtliche Grösse erreicht. Oder, wie es Gruber etwas salopp umschreibt: «Wir sind ein recht grosser Laden geworden.»

Dieses Wachstum hange auch mit der Zentrumsfunktion von Lenzburg zusammen, hält Stadträtin Heidi Berner, die zuständige Ressortverantwortliche, fest: «Die Ausbauten erfolgten in den letzten Jahren jeweils der Not gehorchend.» Immer mehr und vor allem immer aufwendigere Aufgaben wurden dieser Abteilung aufgehalst.

Als jüngstes Beispiel führen die Verantwortlichen die auf Anfang 2013 eingeführten neuen gesetzlichen Regeln für den Kindes- und Erwachsenenschutz an. «Dies brachte für uns einen wesentlich grösseren Aufwand», so Gesamtleiter Gruber.

Dies gilt nicht nur für die Sozialen Dienste in den Gemeinden, sondern auch für die zuständigen Beurteilungsstellen beim Bezirksgericht.

Obwohl hier in vielen Funktionen Neuland betreten wird und ein gewisser Verzug beobachtet wird, ist Michael Gruber voll des Lobes über die Zusammenarbeit: «Der Austausch mit den Fachstellen des Bezirksgerichts klappt sehr gut.»

Spezialisierung hielt Einzug

Die gestiegenen Anforderungen im Bereich Abklärungen haben dazu geführt, dass bei den Sozialen Diensten von Lenzburg anders gearbeitet wird: «Während früher mehrheitlich alle alles gemacht haben, haben wir nun mit einer Spezialisierung angefangen», so Gruber.

«Wir haben bewusst auf eine Verstärkung der Administration gesetzt», gibt der Leiter ein Beispiel. Der von Pascale Petrecca geleitete Fachbereich Administration kann einen Teil der anstehenden Fälle beurteilen und verarbeiten, was andere Mitarbeiter bei der Bearbeitung der B- (Beratung) und C-Fälle (Case-Management) entlastet.

Vier Fachbereiche

Neben den von Gruber und Petrecca geleiteten Fachbereichen Beratung und Administration bildet auch die Zweigstelle der Sozialversicherungsanstalt von Manuela Stutz und der Fachbereich Jugend von Mirjam Malitius einen eigenen Zweig im Organigramm.

Zum Bereich Jugend gehören 160 Stellenprozente der Schulsozialarbeit, die in der Regel draussen in den Schulhäusern angeboten wird, und die 120 Stellenprozente der Jugendarbeit.