Seon
Die Seetal Chile bekommt ein neues Begegnungszentrum

Die 1875 gegründete Organisation hat sich neu ausgerichtet und die Aktivitäten auf einen Standort konzentriert. Die einstigen Kapellen in Dürrenäsch und Egliswil sind vor wenigen Jahren verkauft und privaten Zwecken zugeführt worden.

Toni Widmer
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Spatenstich für das neue Begegnungszentrum der Seetal Chile; es soll bereits im Spätherbst genützt werden können. Toni Widmer

Spatenstich für das neue Begegnungszentrum der Seetal Chile; es soll bereits im Spätherbst genützt werden können. Toni Widmer

Die Seetal Chile kann sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Im Gegenteil: Wo andernorts am Sonntag oft noch ein paar wenige Schäfchen verloren im Kirchenschiff sitzen, ist ihr Andachtsraum in Seon vielfach überfüllt.

Deshalb müssen schon länger jeweils zwei Sonntagsgottesdienste angesetzt werden.

Das hat einerseits damit zu tun, dass sich die 1875 gegründete Chrischona-Gemeinde neu ausgerichtet und ihre Aktivitäten in Seon konzentriert hat. Die einstigen Kapellen in Dürrenäsch und Egliswil sind vor wenigen Jahren verkauft und privaten Zwecken zugeführt worden.

«Wir können die Leute erreichen»

Der starke Zuwachs sei jedoch nur bedingt eine Folge der Konzentration sagt Pastor Matthias Altwegg: «Mit unserer Botschaft unterscheiden wir uns wenig von anderen christlichen Glaubensgemeinschaften.

Aber vielleicht können wir die Leute besser ansprechen. Frauen sind bei uns zum Beispiel schon lange gleichberechtigt.»

Überläufer, etwa von den Katholiken, die zurzeit ein neues Oberhaupt suchen, gebe es dennoch nur wenige. «Wir sind im Seetal gut verankert und in verschiedenen Bereichen – unter anderem in der Jugendarbeit – sehr aktiv.

Wohl auch deshalb kommen viele junge Familien zu uns. Die Mitgliederwerbung läuft aber nicht zuletzt auch über die Beziehungen unserer Mitglieder.»

Ein Mehrzweckbau

Das neue Begegnungszentrum entsteht an der Ringstrasse in Seon. Dort, wo die Gemeinde 1899 eine alte Scheune zu einer Wohnung für den Prediger ausbaute und gleichzeitig einen kleinen Saal realisierte.

2010 konnte die Seetal Chile eine Nachbarparzelle kaufen. Das war der Startschuss für die Planung eines Neubaus. Ein Jahr später genehmigten die Gemeindemitglieder ein entsprechendes Projekt und sprachen sich für einen baldigen Baustopp aus.

Der Neubau ist für 240 bis 360 Personen konzipiert und beinhaltet einen Eingangsbereich mit grosszügigem Foyer, eine Küche mit Bistro, Kinderhüteraum, Büros, Besprechungs- und Nebenräume sowie einen grossen Saal im Erdgeschoss, der vornehmlich für Gottesdienste, aber auch für Konferenzen genützt werden kann.

Als Planungsteam zeichneten Beat Dössegger, Urs Schinkenkopf und Peter Spaeti verantwortlich. Die veranschlagten Baukosten von gegen 4 Mio. Franken werden über Spenden finanziert. Mit der Einweihung wird im Herbst 2013, spätestens aber vor Weihnachten gerechnet.

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