Seengen

Die Seenger Poststrasse könnte bald ein neues Gesicht kriegen

Seit November 2012 sammeln Mitglieder der SP-Ortspartei Unterschriften für eine sicherere Poststrasse. Parallel dazu gibt der Gemeinderat nun eine Vorstudie in Auftrag. (Archiv/Fritz Thut)

Seit November 2012 sammeln Mitglieder der SP-Ortspartei Unterschriften für eine sicherere Poststrasse. Parallel dazu gibt der Gemeinderat nun eine Vorstudie in Auftrag. (Archiv/Fritz Thut)

Die Poststrasse in Seengen ist unübersichtlich. Der Gemeinderat möchte diese deshalb neu gestalten. Wie, ist noch unklar. Eine Vorstudie soll nun zeigen, ob die Kantonsstrasse in eine Gemeindestrasse umgewandelt werden könnte.

Mit dem Umzug der Postfiliale ins Unterdorf hat die Poststrasse seit November 2012 keine Post mehr. Die Verkehrsprobleme zwischen Kreuzplatz und Sarmenstorferstrasse sind aber nicht weniger geworden. Täglich kommt es zu prekären Situationen, etwa wenn Autofahrer vom Volg-Parkplatz rückwärts in die Poststrasse biegen oder der Regionalbus am Strassenrand überholt wird.

«Die Poststrasse ist in der Bevölkerung ein Dauerbrenner; auch wegen des schlechten Zustandes der Strasse», sagt der für den Verkehr zuständige Gemeinderat Dieter Gugelmann. «Wir müssen handeln.»

Vorstudie in Auftrag gegeben

Das Ziel ist klar: Die Poststrasse, die mitten durchs Dorf führt, muss saniert und gleichzeitig attraktiver und sicherer werden. Wie, bleibt vorerst
offen. Denn bevor Gemeinderat und Verkehrskommission ein Betriebs- und Gestaltungskonzept in Angriff nehmen, braucht es einen Grundsatzentscheid: Macht es Sinn, die Poststrasse als Kantonsstrasse aufzuheben und in eine Gemeindestrasse zu überführen?

In Zusammenarbeit mit der Verkehrskommission und dem Kanton wird deshalb unter Begleitung der Brugger Metron Verkehrsplanung AG eine Vorstudie erstellt. «Wir wollen herausfinden, welche Variante besser für Seengen ist», sagt Dieter Gugelmann.

Bevölkerung soll mitbestimmen

Ob die Poststrasse Kantonsstrasse bleibt oder zur Gemeindestrasse zurückgestuft wird, ist zentral für die weitere Planung. Denn beide Varianten haben Vor- und Nachteile:

• Kantonsstrasse (bisher): Bleibt alles beim Alten, hat Seengen wenig Spielraum bei der Neugestaltung, da der Kanton federführend ist. «Wir würden aber darauf drängen, dass die Bevölkerung mitreden kann», sagt Dieter Gugelmann. Es sei deshalb ein Glücksfall, dass die Orts-SP gleichzeitig Unterschriften für eine attraktivere Poststrasse sammele. Gugelmann: «Das ist ein starkes Zeichen an den Kanton.»

• Gemeindestrasse (neu): Wird die Poststrasse zur Gemeindestrasse, ist Seengen für die Planung federführend
und hat mehr Freiheiten. Die Knacknuss: Zwischen «Burgturm» und Sarmenstorferstrasse entsteht dadurch eine Lücke im Kantonsstrassennetz,
die überbrückt werden muss. Denkbar wäre, die Sarmenstorferstrasse über die Steinbrunnengasse an die Unterdorfstrasse (Kantonsstrasse) anzubinden.

Solche und weitere Fragen sollen in der Vorstudie geklärt werden - auch, welche finanziellen Folgen die Rückstufung der Poststrasse hätte.

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