Brunegg
Die Schule soll im Dorf bleiben

Am Polit-Apéro in Brunegg gab der mögliche Beitritt zur Kreisschule Chestenberg zu reden.

Markus Christen
Drucken
Teilen
«Mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln wollen wir erreichen, dass der Schulstandort Brunegg erhalten bleibt.» – Peter Schmid, Gemeinderat Brunegg.

«Mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln wollen wir erreichen, dass der Schulstandort Brunegg erhalten bleibt.» – Peter Schmid, Gemeinderat Brunegg.

Zu einem grösseren Meinungsaustausch kam es am Brunegger Polit-Apéro, als die Zukunft der Schule zum Thema wurde. «Mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln wollen wir erreichen, dass der Schulstandort Brunegg erhalten bleibt», erläuterte Gemeinderat Peter Schmid die Entscheidung, mit der Gemeinde Möriken-Wildegg einen Vertrag für eine künftige Kreisschule Chestenberg zu erarbeiten. Die aktuelle Schulführung in der Kleingemeinde könne kein Modell für die Zukunft sein.

Noch kein Kostenvergleich

Noch sei ein detaillierter Kostenvergleich nicht möglich, so Peter Schmid weiter, und mit dem Beitritt zur Kreisschule werde Brunegg an Selbstständigkeit einbüssen. Jedoch würde der Erhalt von Kindergarten und Primarschule im Dorf gesichert. Diesen Überlegungen mochte ein Besucher der abendlichen Veranstaltung nicht zustimmen. Zu unsicher gebärde sich das Vorhaben, insbesondere im Hinblick auf die fünfjährige Kündigungsfrist des Kreisschulvertrages, sagte dieser.

Unsicherheit bestehe, bestätigte Ruth Imholz Strinati. «Aber es sind schon grössere Schulen als unsere geschlossen worden. Sagen wir Ja zur Kreisschule, können wir diese wenigstens mitgestalten.» Man kann davon ausgehen, dass die Diskussion um die Schule Brunegg andauern wird.

Aufbruch im Dezember

Dem Monat Dezember dürfen die Einwohner von Brunegg mit Vorfreuden entgegensehen. Im Dezember nämlich werden, wenn alles weiterhin planmässig verläuft, die entscheidenden Sanierungsarbeiten an der zentralen Kantonsstrasse abgeschlossen sein. Dann dürfte sich auch aktuelle Durchgangsverkehr durch die Gemeinde wieder beruhigen.

Auch der Kreisel ausgangs Brunegg in Richtung Birr wird fertiggestellt und mit einer Kopie des Schlosstorbogens geschmückt sein. Der Dorfplatz wird mit schattenspendenden Bäumen und mit vier Sitzbänken bereichert.

Und zu guter Letzt wird am 2. Dezember der neue Dorfladen seine Türen öffnen. Diese erfreulichen Nachrichten teilte der Gemeinderat den rund 80 Besuchern am Polit-Apéro vom Mittwoch in der Mehrzweckhalle mit. Führen wird den Dorfladen die Bäckerei Lehmann, die zurzeit mit einem Verkaufswagen in der Gemeinde präsent ist.

Daneben erhalten aber auch die gewerbetreibenden Bewohner von Brunegg die Möglichkeit, ihre Produkte im Laden anzupreisen. Das sei kein Modell mehr für die Zukunft. «Mit einigen Interessentinnen wurden die Gespräche bereits aufgenommen», gab Gemeindepräsidentin Ruth Imholz Strinati an der Veranstaltung bekannt.

Ein Besucher des Polit-Apéros gab zudem der Hoffnung Ausdruck, dass es sich bei den Stimmen, die sich für den Verbleib eines Dorfladens starkgemacht hatten, nicht nur um Lippenbekenntnisse handle. «Geht dann dort auch einkaufen», war die Aufforderung, die von den restlichen Besuchern mit einem Applaus bedacht wurde.

Dorffest im übernächsten Juni

Beschlossen hat der Gemeinderat auf Antrag der Dorfvereine, die Einweihung von Hauptstrasse, Kreisel und Dorfplatz mit einem Fest zu begehen. Dieses wird zusammen mit dem Jugendfest am 10. Juni stattfinden. «Es wird ein grosses Fest geben, bei dem wir zeigen wollen, wie toll Brunegg ist», so die Gemeindepräsidentin.

Ein weiteres Traktandum am Polit-Apéro war dem Entsorgungskonzept 2017 gewidmet. Gemeinderätin Beatrice Zandonella Klingele machte darauf aufmerksam, dass die Muldenzentrale, die seit einem Jahr in Brunegg ansässig ist, auch Privatpersonen zur Verfügung steht. Aus diesem Grund erwäge der Gemeinderat, die Sperrgut-Tage abzuschaffen.

Aktuelle Nachrichten