Museum Aargau
Die Ritter erobern das Schloss Lenzburg zum wiederholten Mal

Mit der Vernissage der Ausstellung «Rittertum und Adel» ist nach vier Jahren die Gesamterneuerung des Schlossmuseums Lenzburg abgeschlossen. Die Ritterausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte von drei Adelsgeschlechtern.

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Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg

AZ

Bei den drei Adelsgeschlechtern handelt es sich um die Lenzburger, die Kyburger und die Habsburger, die vom 11. bis ins 15. Jahrhundert auf der Burg wohnten. Dieser Teil der Schlossgeschichte wird nun zum ersten Mal sichtbar gemacht.

Das Publikum bewegt sich auf den Spuren der adeligen Bewohner der mittelalterlichen Lenzburg durch die Räume des Wohn- und Südturms rund um die Themen «Kultur», «Herrschaft» und «Konflikte».

Mit Schattenfilmen und Geräuschen erscheint die Vergangenheit wieder vor den Augen des Besuchers, als wären die Geschichten seit Jahrhunderten in den alten Mauern gespeichert.

Fokus auf einzelne Persönlichkeiten

Im szenografischen Konzept fokussiert jeder Raum auf einzelne Persönlichkeiten der drei Adelsgeschlechter. Erzählt werden konkrete Ereignisse, die mit diesen Personen in Verbindung stehen.

Alle drei Herrschaftsgeschlechter hatten etwas gemeinsam: Sie gehörten dem Hochadel an und spielten in der europäischen Geschichte des Mittelalters eine wichtige Rolle.

Sie waren Teil einer Gesellschaft, die nach bestimmten Regeln lebte und eine stets als «höfisch» erkennbare Kultur pflegte. Auf dem Rundgang durch die vier Ausstellungsräume taucht das Publikum in eine Welt voller farbenfroher Bilder und Symbole ein.

Macht und Herrschaft

Wie fühlt man sich mit einem Reichsapfel in der Hand oder einer Tiara auf dem Kopf? Das Publikum kann im Raum zum Thema «Herrschaft im Mittelalter» buchstäblich nach der Macht greifen.

Die Hand am Machtsymbol, die Füsse auf dem Schachbrett erkunden die Besucherinnen und Besucher das Herrschaftssystem im Mittelalter. Herrschaft war kein starres Gebilde, sondern stark von äusseren Umständen geprägt.

Sie basierte auf dem Lehenswesen und baute stark auf familiäre Verbindungen und Personalbündnisse.

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