Niederlenz

Die Region hat jetzt einen Indoor-Spielplatz – ein Paradies, nicht nur für Kinder

Im neuen Gewerbebau in der Industriezone können sich Kinder austoben, und Eltern Kaffee trinken.

Kinder sollten sich draussen austoben können. Ist das Wetter jedoch kalt, sind Eltern froh um Alternativen indoor.

«Eine solche fehlte in der Region Lenzburg», sagt Meltem Cakir, Co-Geschäftsleiterin vom Innenspielplatz «Kinderwelt – das Spielparadies» in Niederlenz. Im Januar ist die Indoor-Anlage im neuen Gewerbebau an der Hardstrasse 11 eröffnet worden. Werbung machten die Geschäftsführer bisher nur über Facebook. Dies reichte aber aus, dass sie jetzt schon an Wochenenden bis zu

60 Kinder empfangen können.

In diesem Fall wurde definitiv ein Nerv getroffen. Und das nicht von einem Mami, sondern von der 26-jährigen Meltem Cakir aus Hendschiken und dem 39-jährigen Coiffeur und Papi Musa Acar aus Dintikon. «Ich sah zuhause oft, wie sich meine 9- und 10-jährigen Geschwister bei Schlechtwetter langweilten», sagt Cakir, die auch das Café West in Lenzburg führt und Co-Geschäftsführerin einer Versicherungs- und Beratungsfirma ist. In den Ferien in Belgien entdeckte die junge Frau vor drei Jahren einen Indoor-Kinderspielplatz, der sie für ihr Projekt inspirierte.

Bunt und wild: Im Schnelldurchlauf durchs Spielparadies.

Bunt und wild: Im Schnelldurchlauf durchs Spielparadies.

Zu Hause schloss sie sich mit ihren Bekannten Musa Acar zusammen, der sich bei Schlechtwetter auch eine körperliche Beschäftigung für seinen 5-jährigen Sohn wünschte. So investierten die beiden in die Anlage, die sie ein Jahr lang aus Einzelelementen aus Belgien sorgfältig planten.

Erwachsene können mitspielen

Der hohe und grosse Raum im zweiten Stockwerk sei perfekt für den Indoor-Spielplatz. Neben den Spielanlagen hat es Stühle und Tische für Eltern und eine Bartheke mit einer kleinen Küche sowie eine Verkaufsecke: Da gibt es alles, was das Kinderherz begehrt. Von Schläckzüg bis Chicken-Nuggets und Pommes. Und Kaffee für die Eltern. «Die Eltern sollen es sich gemütlich machen können», sagt Cakir. «Da es übersichtlich ist, können sie ihre Kinder im Auge behalten.» Die Geräte sind von den Herstellern sicherheitszertifiziert und die Spielwelt gewährleistet mit dem regelmässigen Unterhalt die Sicherheit. Die Aufsichtspflicht, das betont Cakir, liegt aber bei den Eltern.

Eintritt erhält ein Kind nur in Begleitung eines Erwachsenen. Und umgekehrt. 15 Franken kostet der Eintritt für ein Kind, die bereits laufen kann. Für die begleitenden Erwachsenen ist der Eintritt kostenlos. Dazu kann der Erwachsene in der Anlage mitspielen. «Das ist praktisch, wenn ein Kind noch Unterstützung braucht», sagt sie.

Um den grossen Platz zu nutzen, plant Cakir weitere Attraktionen, wie zum Beispiel Kinderschminke oder einen Ballonkünstler. Bereits jetzt wird die Location für Kindergeburtstage genutzt. «Wir hatten bis jetzt 10 Kindergeburtstage», sagt Cakir, die mit ihrem Co-Geschäftsleiter und einem Mitarbeiter in der Kinderwelt mit anpackt.

Besonders gut besucht ist die Anlage vor allem am Mittwochnachmittag, am Wochenende und in den Schulferien. Was ist aber in den warmen Sommermonaten? Cakir: «Uns ist bewusst, dass die Nachfrage in dieser Zeit wohl zurückgehen wird. Das haben wir miteinberechnet. In der Regel ist das Wetter in der Schweiz ja auch im Sommer wechselhaft. Deshalb ist die Spielwelt wohl auch dann eine gute Alternative.»

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Autor

Deborah Onnis

Deborah  Onnis

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