Dürrenäsch
Die Profilsager stellt der Bevölkerung ihre neue Produktionsstätte vor – mit dem Segen von oben

Die Profilsager AG in Dürrenäsch stellt Kunststoffprofile aus PVC im Extrusions- oder Strangpressenverfahren her und werden im Bausektor verwendet. Das Unternehmen stellte der Bevölkerung das neue Fabrikgebäude an der alten Hallwilerstrasse vor.

Markus Christen
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Auf Gruppenführungen wurde der interessierten Bevölkerung der Betrieb in den neuen Produktionshallen vorgestellt und erklärt. markus christen

Auf Gruppenführungen wurde der interessierten Bevölkerung der Betrieb in den neuen Produktionshallen vorgestellt und erklärt. markus christen

19 Monate nach dem Spatenstich durfte Rudolf Sager, Geschäftsführer und Inhaber der Profilsager AG, gestern Nachmittag zusammen mit seinen Mitarbeitern der Bevölkerung von Dürrenäsch die neu entstandenen Produktionshallen präsentieren. Der Betrieb an der alten Hallwilerstrasse wurde bereits im Januar aufgenommen und funktioniert wunschgemäss.

«Der ganze Ablauf von der Planung bis zur Inbetriebnahme gestaltete sich als ‹en gfreuti Sach›», erklärt Rudolf Sager zufrieden.

«Mit dem Einweihungswochenende kann das Gebäude nun endgültig seiner vorgesehenen Bestimmung übergeben und ein Abschluss markiert werden.»

Am Samstag hatte die Profilsager AG das neue Fabrikgebäude, das auf einer Fläche von rund 4500 m2 steht, bereits ihrer Kundschaft vorgestellt.

Die Einweihung von gestern Sonntag wurde auf persönlichen Wunsch von Rudolf Sager mit einem Gottesdienst eingeleitet.

«Wenn wir im Leben ohne himmlischen Architekten bauen wollen», führte Pfarrer Thomas Hurni aus, «bewegen sich unsere Möglichkeiten in engem Rahmen.»

Nötig sei die Inspiration von oben in allen menschlichen Lebenslagen.

Passend zum Anlass stand das geistliche Lied «Wo der Herr das Haus nicht baut [...] steht das Werk beizeiten still» im Zentrum der Predigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden Gruppenführungen organisiert, auf denen den interessierten Gästen der Betrieb vorgestellt und erklärt wurde.

Aufwändiger Umzug

Die Profilsager AG, bei der zurzeit 25 Mitarbeiter beschäftigt sind, stellt Kunststoffprofile aus PVC im Extrusions- oder Strangpressenverfahren her, die vorwiegend in der Schweiz vertrieben werden und im Bausektor Verwendung finden.

«Wir sind ein Nischenbetrieb mit Produkten im Premiumsektor», erklärt Betriebsleiter Lukas Schmidlin während der Führung, «dies erlaubt es uns, auf Änderungen am Markt flexibel und schnell zu reagieren.»

2000 Tonnen PVC werden im Betrieb pro Jahr verarbeitet. Das neue Fabrikgebäude bietet denn auch viel Raum in grosszügigen Hallen, um das aus der ganzen Schweiz angelieferte Rohmaterial zu lagern.

Seit dem 1. Januar 2008 funktioniert die Profilsager AG als selbstständige Unternehmung.

Die bisherige Produktionsstätte befand sich im Dorfkern von Dürrenäsch.

«Der Umzug an die alte Hallwilerstrasse hat viel Zeit gebraucht. Alles in allem ist es aber wirklich gut gelaufen», sagt Rudolf Sager. Glücklich ist der Geschäftsführer auch über die Tatsache, dass der gesamte Umzug und der Bau des neuen Fabrikgebäudes unfallfrei vonstatten ging.

Beeindruckt vom neuen Büro

Beeindruckt zeigte sich die Bevölkerung während der Führung insbesondere vom neuen Büroraum, der einen Panoramablick auf weites, unbebautes Land zulässt und sicher geeignet ist, auch in hektischen Phasen ruhige Gedanken zu spenden.

So fragte eine Einwohnerin von Dürrenäsch beim Betreten des Büros spontan, ob die Firma eventuell noch weitere Mitarbeiter suche.

Das neue Fabrikgebäude wurde nach modernen ökologischen Erkenntnissen gebaut. Im Winter, so führt Betriebsleiter Schmidlin aus, werden die Räumlichkeiten mit der Abwärme des Wassers und der Druckluft, die für die Produktion gebraucht werden, geheizt.

Theoretisch wird bei der Materialverarbeitung auch kein Abfall entstehen, da die Stanzabfälle direkt wieder in die Produktion eingeführt werden.