Seengen
Die Planung für den «goldenen Fussweg» beginnt noch einmal von vorne

Der Fussweg zwischen Hubpünt- und Schulstrasse muss warten: Der Gemeinderat stoppte das Bauprojekt und fängt mit einem Erschliessungsplan neu an.

Fritz Thut
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Die Verbindung zwischen Hubpünt- und Schulstrasse soll einen durchgehenden Fussweg bekommen.

Die Verbindung zwischen Hubpünt- und Schulstrasse soll einen durchgehenden Fussweg bekommen.

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«Der ‹goldene Fussweg› muss warten». So betitelte die az am 27. April dieses Jahres einen Artikel über die Blockade des Fusswegprojekts zwischen der Hubpünt- und der Schulstrasse. Mit diesem kurzen, nur 190 Meter messenden Teilstück will die Gemeinde seit Jahren die letzte Lücke der Fussgängerverbindung zwischen Brestenberg-Parkplatz und Schulcampus schliessen.

Eine Beschwerde beim Regierungsrat gegen die vom Gemeinderat in eigener Sache erteilte Baubewilligung sorgte für eine Verschiebung des Vorhabens. Die Beschwerde richtete sich nicht gegen ein Detail des Projekts, sondern gegen den Fussweg als Gesamtes.
Die im Frühling angedeutete Wartezeit wird nun noch viel länger. Der Gemeinderat bekam aus «Aarau» Signale, dass der Regierungsrat das Baugesuch in dieser Form nicht sanktionieren könnte. Vizeammann Dieter Gugelmann: «Wir mussten davon ausgehen, dass wir keinen positiven Entscheid zu erwarten haben.»

Neustart mit Erschliessungsplan

Aus diesem Grund zog der Gemeinderat das Baugesuch für den Fussweg, für den die Gemeindeversammlung im Sommer 2015 einen Kredit von 345 000 Franken mit lediglich zwei Gegenstimmen bewilligt hatte, zurück. Wegen den Kosten von rund 1800 Franken pro Laufmeter hat die Verbindung den Namen «goldener Fussweg» erhalten. Der Rückzug des gesamten Projekts wurde nie erwogen, wie die Gemeinderäte Gugelmann und Gianni Asquini diese Woche ausführten.

Vielmehr beginnt man nochmals von vorn und arbeitet einen Erschliessungsplan aus. Mit diesem Planwerk trägt man den Bedenken des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) Rechnung und sieht für den Fussweg überall eine Breite mindestens eineinhalb Metern vor. Zudem können Abstände sinnvoller definiert werden – auch hinsichtlich Schneeräumung.

Der Plan soll noch in diesem Jahr zur Vorprüfung ans BVU geschickt werden. 2017 ist das Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung und die Auflage für betroffene Anwohner vorgesehen. «Wir schaffen mit diesem Verfahren mehr Rechtssicherheit», so Asquini, der von Kollege Gugelmann die Federführung des Geschäfts übernommen hat.

Läuft das Verfahren durch die Instanzen, wie sich dies der Gemeinderat vorstellt, soll eventuell noch im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden. «Die neue Variante bietet für alle eine bessere Lösung», ist Bauverwalter Vital Köchli überzeugt.