Lenzburg
Die Pfadi Gofers erneuert Trampfelpfade – für ein gemeinnütziges Projekt

Die Kinder der Pfadi Gofers machen am gemeinnützigen Projekt «72 Stunden» mit. Dafür schaufeln sie Wege sowie Schächte frei und erneuern die beiden Waldsofas.

Stefanie Suter
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Die Pfadi Lenzburg macht an der gemeinnützigen Aktion «72 Stunden» mit.
11 Bilder
Die Kinder der Pfadi Gofels schaufeln im Lenzburger Wald Trampelpfade frei.
Kleine Bäume, die im Weg stehen, müssen weg.
Die Kinder der Lenzburger Pfadi Gofers werken im Wald für die gemeinnützige Aktion «72 Stunden»
Diesen Wasserabfluss haben die Kinder am Morgen bereits freigeschaufelt.
Wie viele Kinder es wohl braucht, um einen geschlossenen Kreis um den Baum bilden zu können? 18!
Förster Thomas Waltenspühl nimmt sich die Zeit und erklärt den Kindern seine Arbeit.
Die Kinder lauschen gespannt.
Geduldig hört sich Förster Waltenspühl die Fragen der Kinder an.
Die Kinder versammeln sich, um auf den einstündigen Rundgang durch den Wald mit Förster Waltenspühl zu gehen.
Die Kinder machen eine Pause beim Waldsofa.

Die Pfadi Lenzburg macht an der gemeinnützigen Aktion «72 Stunden» mit.

Stefanie Suter

Sie hämmern, pickeln und schaufeln: Rund 40 Kinder und Jugendliche der Lenzburger Pfadi Gofers packen an diesem Wochenende im Wald mit an, machen Waldwege wieder begehbar und erneuern die beiden Waldsofas im Lütisbuech.

Dafür haben sie 72 Stunden Zeit. So wollen es die Regeln der Aktion «72 Stunden» der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Das Ziel der Aktion: Innerhalb von 72 Stunden ein eigenes, gemeinnütziges Projekt umsetzen — und das ohne Geld. Rund 30 000 Kinder und Jugendliche beteiligen sich schweizweit am Vorhaben.

Die Pfadi schrieb mehrere Stellen an, ob sie bei einem gemeinnützigen Projekt mithelfen könnten. «Vom Förster haben wir sofort viele Vorschläge erhalten», erzählt Gruppenleiterin Bettina Hänny, die zusammen mit Gabriel Coskun, Viviana Cappiello und Nina Ackermann die drei Tage im Wald organisiert hat.

Seit gestern Freitagmorgen und noch bis Sonntag sind die Kinder und Jugendlichen in Gruppen im Lütisbuech und im Lenzburger Berg unterwegs. Die einen schaufeln Wasserschächte frei, damit das Wasser wieder abfliessen kann. Andere erneuern die beiden Waldsofas oder Räumen die Äste weg, die Förster Thomas Waltenspühl und seine Kollegen vorher abgesägt haben.

Besonders aufwendig ist die Sanierung des knapp 400 Meter langen Trampelpfades von den Waldsofas zur Blockhütte. Der Wald hat sich den Weg fast vollständig zurück erobert. Die Kinder schaufeln den Weg wieder frei und schlagen an einigen Stellen Akazienbalken als Treppenstufen in den Hang. Damit alles effizient und unfallfrei abläuft, hat Förster Waltenspühl vorher erklärt, wie’s geht.

Kino und Spenden sammeln

Auch andere Jugendorganisation in der Region engagieren sich für die Aktion 72 Stunden. So sammelt Blauring Aarau Geld für Caritas, um Flüchtlinge zu unterstützen. Am Samstag verkaufen die Mitglieder von 8 bis 18 Uhr im Telli Kuchen und Mus – alles selbst gemacht. Das Obst kommt aus Aarauer Gärten.

Auch die Abteilung Kulm der Pfadi Rymenzburg sammelt Spenden. Am Freitag haben sie dafür Kuchen gebacken und gebastelt. Am Samstag ab 9 Uhr bieten sie ihre Ware in Kulm feil. Der Erlös erhält die Kinderspitex Nordwestschweiz. Die Abteilung Wyna/von Flüe zeigt am Samstagabend im selbst gebauten Open Air Kino den Film «Mein Name ist Eugen» . Los geht es um 19 Uhr beim Schulhaus Neumatt in Reinach.

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